Gemeindekindergarten "Im Töbele"

Rechberghausen
Foto © Friedemann Rieker, Göppingen
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Architekten
Gaus Architekten
Jahr
2019

Die umgebende Kulturlandschaft fließt über das Gebäude hinweg. Zurückhaltung und Reduktion bestimmten auch die Materialität und Raumgestaltung des Kindergartens.

Die Gemeinde Rechberghausen hatte Gaus & Knödler Architekten zunächst mit einer Bestandsanalyse beim bestehenden Gemeindekindergarten beauftragt. Bei diesem Kindergarten aus den Siebzigerjahren bestand zum einen dringender Sanierungsbedarf. Zum anderen hatte das Bestandsgebäude in Systembauweise nach Maßgabe heutiger konzeptioneller und pädagogischer Anforderungen diverse Defizite hinsichtlich Raumaufteilung und Funktionalität sowie benötigter Flächen.

Nach Abwägung aller Optionen beschloss der Gemeinderat den Rückbau des Bestandsgebäudes und beauftragte Gaus & Knödler Architekten mit einem Neubau am selben Standort. Der vom Gemeinderat einstimmig genehmigte Entwurf umfasst eine Verdoppelung der Fläche im Vergleich zum Altbau auf insgesamt 647 Quadratmeter. Die Gebäudehülle und tragenden Innenwände sind in Massivbauweise ausgeführt. Sichtbeton, Holz und Glas definieren dabei klar erkennbar die Materialität des Gebäudes. Auf zusätzliche Gestaltungselemente wie opulente Farben oder exponiert gestaltete Oberflächen wurde verzichtet.

Alle Räume befinden sich barrierefrei auf einer Ebene. Vom zentralen Eingangsbereich, der optional auch für Veranstaltungen genutzt werden kann, gehen Küchen- und Mensafläche sowie Gruppenräume, Verwaltungs- und Sanitärbereiche ab. Die durch die Farben gelb, blau und grün angezeigte Aufteilung in eine U3-Gruppe und zwei Ü3-Gruppen wurde bei Gardinen, Waschräumen und Pendelleuchten aufgenommen. Die dezent gesetzten Farbelemente ermöglichen gleichermaßen Identifikation und Orientierung.

Das Gebäude ist auf der Nord- und Nordostseite quasi in den Hang eingegraben und integriert sich mit seinem intensiv begrünten Dach harmonisch in den umgebenden Landschaftsraum. Heizung bzw. Kühlung werden durch Gas-Brennwert-Technik in Kombination mit einem Blockheizkraftwerk realisiert. Temperierung und Belüftung erfolgen über eine Niedertemperatur-Fußbodenheizung und kontrollierte Be- und Entlüftung.

Die überwiegend nach Süden und Südwesten liegenden Räume verfügen alle über raumhohe Fenster. Innen liegende Bereiche grenzen an einen zentralen Lichthof. Der Lichteinfall von Süden bzw. Südwesten wird durch ein auskragendes Flachdach sowie innere und äußere Gardinenstores begrenzt und reguliert. Durch den Dachüberstand ist selbst im Sommer kein separater Sonnenschutz erforderlich.

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