Bebauung Hafenkai im Stadtquartier Zollhafen

Mainz
 
 
 
 
Architekten
Dietz Joppien Architekten
Jahr
2015

Der Hafenkai steht im Fokus des gesamten Areals im Zollhafen Mainz. Dieser exponierten Situation soll die Architektur des Hafenkais in städtebaulicher, ökonomischer wie auch gestalterischer Hinsicht Rechnung tragen. In der Rolle des „Primus inter Pares“ darf der Hafenkai keine selbstgenügsame Haltung einnehmen, vielmehr soll eine räumliche wie funktionale Korrelation zur gesamten Hafenbebauung entstehen. Zugleich fordert diese Position im Zentrum des Zollhafens auf, sich aus dieser „Umklammerung“ zu befreien und alle Bewohner an den Qualitäten dieses besonderen Standortes bezüglich Wohnatmosphäre, Blick- und Außenraumbezügen teilhaben zu lassen. Mit Arkaden, die das Erd- und 1. Obergeschoss umgreifen, öffnet sich das Gebäudeensemble zur Öffentlichkeit und mit hoher Transparenz zum „landseitigem“ Platz und dem Hafenbecken. Durch diese Arkaden, die an die historische Atmosphäre der Kontore anknüpfen, nimmt das Gebäude eine dezidierte öffentliche, wie auch private „Haltung“ ein. Kein hermetischer Block mit betontem Innen-, Außenkontrast entsteht, sondern ein Mischwesen, das Innen zu Außen und Außen zu Innen macht in einem Spiel von Öffentlichkeit zu Privatheit. Für die Bewohner bedeutet dies Ausblicke aus nahezu jeder Position im Gebäude auf Rhein, Rheinauen und die Mainzer Innenstadt mit dem Dom. Aus dem umgebenden Stadtraum wird die 5. Fassade, das Dach, erlebbar. Grüne, abgestufte Dachterrassen öffnen sich zur atraktiven Stadtlandschaft und der des Rheintals.

Nutzungskonzept
Es werden 108 Wohnungen (120 Wohnungen bei optionaler Nutzung aller Ateliers als Wohn-Ateliers) in den Größen von 40,00 m2 bis 190,00 m2 realisiert.
Das Wohnungsspektrum reicht von „Townhouses“ (Maisonette) mit direkter, individueller Erschließung aus dem Innenhof sowie Terrassenflächen zu Hafenbecken und Innenhof über Geschosswohnungen, die entweder zum „Durchwohnen“ angelegt sind oder zum Hafen respektive zum Innenhof ausgerichtet sind, bis zu Terrassenwohnungen, die in die begrünte Dachlandschaft eingebettet sind. Zum Vorplatz des Hafenkais und zur Seite des Hafenbeckens sind im 1. Obergeschoss loftartig konzipierte Ateliers geplant, die mit den Gewerbeflächen des Erdgeschosses verbunden, diese Flächen erweitern oder als eigenständige Gewerbeeinheiten nutzbar sind.
Die Gewerbeflächen des Erdgeschosses sind jeweils an den Gebäudeecken konzentriert und begleiten den »Loop« als durchgängigen öffentlichen Rundweg entlang der Kaimauer. Zum Stadtplatz und an der Spitze des Hafenkais entstehen Gastronomie- und Gewerbeflächen, die von der besonderen Lage im Zollhafen Mainz profitieren.

Wettbewerb
2. Preis