Perspektive - Tuschezeichnung - Prof. Peter Böhm
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Hauptansicht Süd
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Lageplan
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Grundriss Kellergeschoss
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Grundriss Erdgeschoss
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Ansicht Nord
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Querschnitt
Zeichnung © Peter Böhm Architekten

Sekundarschule Dülmen 2017

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  • Schulen
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Bauherrschaft
Stadt Dülmen, Markt 1-3, DE-48249 Dülmen
Team
Prof. Dipl.-Ing. Peter Böhm, M.A. Philippe Martens, M.A. Radu-Mihai Varga
Architekt
Prof. Dipl.-Ing. Spital-Frenking + Schwarz I Architekten, Lüdinghausen

Nach der Besichtigung des Neubaus war es für uns nicht mehr vorstellbar, dieses Gebäude aufzugeben. Die Bausubstanz ist vollkommen in Ordnung, die Architektur gerade der Innenräume hat eine hohe Qualität, und die Unterrichtsräume – im Besonderen die naturwissenschaftlichen Räume im 2. OG – sind hervorragend geeignet. Unter ökologischen und wirtschaftlichen Kriterien ist es nicht vertretbar, diesen Bestand nicht weiter zu nutzen.

Wir haben daher beschlossen, mit dem historischen Altbau und dem bestehenden Neubau weiter zu arbeiten (und dabei viel Geld zu sparen). Diese werden ergänzt durch zwei weitere Gebäude, die in ihren Ausrichtungen sich auf den Bestand beziehen und ein neues Ensemble bilden. In den beiden neuen Gebäuden sind die Cluster geschossweise organisiert. Der bestehende Neubau beherbergt die naturwissenschaftlichen Räume sowie im unteren Geschoss die Mensa. Im historischen Altbau verbleiben die übrigen Unterrichtsräume sowie die Räume für die Lehrer und die Verwaltung.

Die U-Form des Altbaus bietet sich dafür an, den Hof zu überdachen und diesen attraktiven Raum als zentrale Aula zu nutzen. Die diesen Hof umgebenden Fassaden werden Teile des Innenraums der Halle und erzeugen somit eine besondere Atmosphäre. Die Fenster zu dem Hof können geöffnet und die Brüstungen durch Gitter ersetzt werden, so dass es von den Fluren des Altbaus einen direkten Bezug zu der Aula, zum Beispiel für Zuhörer bei Aufführungen, geben kann. Für brandschutztechnische Fragen einer solchen Ausführung gibt es inzwischen eine Vielzahl von praktikablen Lösungen. Die Hoffläche selber ist in der Höhe mit Sitzstufen gestaffelt, um die verschiedenen Ebenen miteinander zu verbinden und um diese Fläche bei verschiedenen Veranstaltungen auch als Tribüne nutzen zu können. Im Abschlussbereich der Neubauten ragen balkonartig aufgeweitete Verkehrsflächen als kommunikative Zonen in die Halle. Sie sind mit großen Kissen ausgestattet auf denen sich die Schüler in den Freizeiten ausruhen bzw. arbeiten können, oder sie können auch als Zonen für andere Formen von Unterricht genutzt werden. Aus der Halle gibt es direkte Bezüge in den Freiraum.

Den Gemeinschaftsräumen in den Clustern sind jeweils Balkone vorgelagert, die ebenfalls für den Unterricht genutzt werden können.

Der bestehende Hauptzugang soll weiterhin der repräsentative Zugang der Schule bleiben. Allerdings ist er nicht behindertengerecht. Wir schlagen zwei weitere, barrierefreie Zugänge in die Schule vor, die sich an den Nahtstellen zwischen Altbau und bestehenden Neubau bzw. Altbau und neuem Neubau befinden.

Die neuen Gebäude werden in massiver Bauweise erstellt und bieten somit die Möglichkeit großer Speichermassen für den sommerlichen Wärmeschutz wie auch für Bauteilaktivierungen. Insgesamt favorisieren wir eine Low-Technik-Lösung. Die Möglichkeit einer reinen Fensterlüftung ist bei unserer vorgeschlagenen Bauweise prinzipiell gegeben. Ob zumindest in Teilbereichen mit einer kontrollierten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung gearbeitet werden soll, ist im weiteren Planungsverlauf zu untersuchen und zu diskutieren. Wir empfehlen dann ein dezentrales Lüftungskonzept, das gegebenenfalls durch eine Geothermieanlage in Verbindung mit einer Bauteilaktivierung bei den neuen Gebäuden ergänzt wird. Ein weiterer Energieaspekt bei einem Schulgebäude ist der Stromverbrauch. Wir empfehlen den Einsatz von Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern der neuen Gebäude.

Bei den neu zu erstellenden Gebäuden schlagen wir eine Ziegelfassade mit verstrichenen Fugen vor, die in der Farbigkeit auf die Fassade des historischen Gebäudes abgestimmt wird. Die Fassade des bestehenden Neubaus soll erst einmal erhalten bleiben, da wir bei ihrem Alter noch keinen Handlungsdruck sehen. Sollte sie einmal überarbeitet werden müssen, erhält sie die gleiche Fassade wie die neuen Gebäude.

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