Perspektive - Tuschezeichnung - Prof. Peter Böhm
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Lageplan
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Grundriss Erdgeschoss
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Grundriss Obergeschoss
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Ansicht Nord
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Ansicht Süd
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Ansichten West und Ost
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Längsschnitt
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Querschnitt
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Grundriss Mobielierung Eingangsbereich
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Innenprespektive
Visualisierung © Peter Böhm Architekten

Sanierung Rathaus Schöppingen

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  • Rathäuser
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Bauherrschaft
Gemeinde Schöppingen, Amtsstraße 17, DE-48624 Schöppingen
Team
Prof. Dipl.-Ing. Peter Böhm, M.A. Radu-Mihai Varga, B.A. Miriam Wittbusch
Architekt
Prof. Dipl.-Ing. Spital-Frenking + Schwarz I Architekten, Lüdinghausen

Dachkante präsentiert sich das Rathaus als besonderer Bau im städtebaulichen Gefüge von Schöppingen. Die langestreckte kubische Form des Hauses, seine Rampe, die, formal stark vereinfacht, in den Vorplatz integriert ist und der Bepflanzung mit einer Baumreihe lässt einen länglichen Rathausplatz entstehen, der eine Verbindung schafft zum Künstlerdorf. Mit dem Belag aus Ziegel, der die Treppe und Rampe bis zur Straße bedeckt und wünschenswerterweise auch über die Straße hinweggeführt wird, wird der Platz zusätzlich betont.
Innen wird man in einem hellen großzügigen Foyer empfangen. Nach links öffnet es sich zu den Bürgerbüros und es ist Platz genug für einen Tresen an dem erste Informationen und einfache Service-Leistungen stattfinden können. Sitzgelegenheiten für wartende Bürger und Möglichkeiten Kunst an den Wänden und frei im Raum auszustellen, bereichern das Foyer.
Die weißen, glatt gespachtelten Wände, der anthrazitfarbene „Hartstoffestrich“ (z.B. von Silatex) mit seinem mineralischen Charakter, die Sand-gestrahlte Betondecke und er Tresen als Betonfertigteil, geben dem Raum seine einfache, moderne Eleganz.
An den Wänden und auf Tafeln, die zwischen Decke und Boden gespannten werden können, ist viel Fläche für Ausstellungen verschiedener Art. Warteplätze werden als fest eingebaute Blöcke neben den Türen vorgesehen.
Die Beleuchtung der Erschließungsbereiche mit Strahlern, die als Wallwasher die Wände anstrahlen, tragen zur angenehmen Atmosphäre bei.
Der Charakter des großen Saals wird durch den neuen hochwertigen dunkelgrauen Teppichboden (z.B. von Hoyer Contract) mit, den weiß gespachtelten Wänden, den abgehängten Akustiksegeln, der großen Fensterfront und der hölzernen Schiebewand zum kleinen Saal bestimmt.
Die Maßnahme ist so geplant, dass mit einem geringen finanziellen Einsatz ein architektonisch ansprechendes und funktionierendes nachhaltiges Gebäude entsteht.
So haben wir den Abriss auf die nötigen Bereiche beschränkt und z.B. den Estrich, viele Türen, Trennwände usw. erhalten. Die Böden in den Erschließungen werden belassen und mit ca. 3mm „Hartstoffestrich“ beschichtet. In den Büros und den Sälen wird ein hochwertiger neuer Teppich verlegt. Die Innentüren werden erneuert, die Wände in den Fluren werden glatt gespachtelt und an den Decken wird durch Sandstrahlen der Beton freigelegt.
An der Fassade werden die Betonfertigteile demontiert, an der Attika wird ein Stahlprofil mit integrierter außenliegender Rinne ergänzt (siehe Detail). Anschließend wird die neue Fassade als konventionelle Konstruktion mit einer Ziegel-Vormauerschale unter Nutzung der vorhandenen innnenliegenden Brüstungsmauernerstellt. Die Holzfenster liegen in der Dämmebene mit einem außenliegenden Sonnenschutz. Die Öffnungsflügel bekommen einen Motor um sie für die automatisierte Nachtauskühlung nutzen zu können. Im Obergeschoss werden außen bündig zusätzliche Glasscheiben montiert, die den Sonnenschutz und die Holzfenster schützen und das fein detaillierte Erscheinungsbild des neuen Hauses prägen. Sie werden mit kleinen Winkeln gehalten und haben eine etwa 10cm breite umlaufende Fuge, sodass genügend Luft für die Fensterlüftung strömen kann.
Das Dach wird als Warmdach erneuert und über die aussen herumgeführte Dachrinne entwässert.
Die Heizkörper sollen weitesgehend erhalten bleiben, die Verrohrung und wird teilweise erneuert. Die Decken und Wände werden teilweise mit einem im Putz eingebauten System für eine Bauteiltemperierung ausgestattet. Der Saal bekommt optional zusätzlich eine Lüftungsanlage.

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