Perspektive - Tuschezeichnung - Prof. Peter Böhm
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Lageplan
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Grundriss Erdgeschoss
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Grundriss Wohnung
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Ansicht Süd
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Ansicht Nord
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Schnitt West-Ost
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Schnitt Nord-Süd
Zeichnung © Peter Böhm Architekten
Schnitt West-Ost (2)
Zeichnung © Peter Böhm Architekten

Bebauung ehemaliger Bauhof Ooswinkel-Siedlung, Baden-Baden

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  • Mehrfamilienhäuser
  • Verwaltungsgebäude
Bauherrschaft
Baugenossenschaft Baden-Baden EG, Kapellmattstraße 46, DE-76532 Baden-Baden
Team
Prof. Dipl.-Ing. Peter Böhm, Dipl.-Ing. Maike Malinka, M.A. Philippe Martens, M.A. Radu-Mihai Varga

Die Schmitthennersche Ooswinkel-Siedlung wird in unserem Entwurf in ihrem Charakter aufgegriffen und in moderner Form weitergeführt. Wichtig und reizvoll erscheinen uns dabei die Maßstäblichkeit, die überwiegende Zweigeschossigkeit der Häuser, die Form und die Größe der Gebäuderiegel, die Materialität der Häuser, die Fassaden prägenden außenbündigen Fenster und Hauseingänge. Die bestehende Baustruktur wird mit den neuen Riegeln, dem das Quartier zusammenbindenden Platz und den individuell nutzbaren kleinen Gärten in seiner städtebaulichen Geschlossenheit im Geiste der „Gartenstadt“ fortgeführt. Vor allem sind es die die Anlage spannungsvoll gliedernden öffentlichen Räume, die das Besondere der Siedlung ausmachen, an denen sich unser Entwurf orientiert: die charaktervollen Straßenräume, die Plätze- und im Gegensatz dazu die engen Gartenwege im Blockinneren, die man durch reizvolle Öffnungen in den Gartenmauern erreicht.
Unser Entwurf bildet einen Abschluss der Anlage nach Osten hin, indem die bauliche Struktur an der Schwarzwaldstraße weitergeführt wird und in den neuen Platz an der Oos mündet. Mit dem Verwaltungsgebäude am Ende der Schwarzwaldstraße erhält die Siedlung einen signifikanten Abschluss. Dieser neue Platz öffnet sich zur Oos hin und wird mit einer breiten Treppenanlage oder eventuell auch einer begrünten Böschung bis an das Wasser geführt. So wird der Oosbach in die Gesamtanlage mit einbezogen. Die bestehende Bebauung an der Schwarzwaldstraße wird im nördlichen Riegel fortgeführt, sodass der neue Bezirk weitgehend vor dem Straßenlärm der B 500 geschützt ist.
Wir denken, dass das städtebauliche Anliegen, verbunden mit dem Lärmschutz, einige Baumfällungen rechtfertigt. Dabei wird allerdings nur einer der erhaltenswerten Bäume, vermutlich die buschförmig wachsende Buche, weggenommen. Es sind genügend Ersatzpflanzungen vorgesehen, und es muss natürlich auch die „grüne Einfahrt“ an dieser Stelle mit Neupflanzungen neu gestaltet werden. Der Nordriegel entlang der Schwarzwaldstraße ist so organisiert, dass die Wohnräume nach Süden orientiert sind. Hier befinden sich die kleineren Wohnungen. Im Erdgeschoss sind ihnen vier individuell nutzbare Gärten zugeordnet. Im ersten Obergeschoss gibt es Loggien, den darüber liegenden Wohnungen sind breite Balkone vorgebaut.
Die größeren, familiengerechten Wohnungen sowie die Einfamilienhäuser liegen in der südlichen Bebauung. Hier erstreckt sich eine große Gartenfläche mit privat nutzbaren Gärten und einem Kinderspielplatz. Bei den Einfamilienhäusern ist im Garten eine Laube vorgesehen, in der auch Raum für Fahrräder und Mülltonnen geschaffen wird. Unter dem gegenüberliegenden Riegelabschnitt mit den größeren Wohnungen liegt eine Tiefgarage für die Autos und weitere Fahrräder. Hier befinden sich auch die Räume für die Mülltonnen. Bis auf die Einfamilienhäuser sind alle Wohnungen behindertenfreundlich geplant. Zwei der Wohnungen sind barrierefrei nach DIN 18040-2.
Das Verwaltungsgebäude am Kopfende der Siedlung wird durch seine besondere Form hervorgehoben und öffnet sich einladend mit seinem weithin sichtbaren Eingang. Sein Vorplatz ist besonders gepflastert, sodass sich hier die gemeinschaftliche Nutzung dieses Hauses, z. B. für Feierlichkeiten, fortsetzen kann. Die Häuser erhalten eine Putzfassade mit außenbündigen Fenstern. Die zurückgesetzten Staffelgeschosse setzen sich mit einer Glasfassade bzw. Paneel-Elementen von den Hauptbaukörpern ab, sodass die Bebauung als zweigeschossig wahrgenommen wird und so mit der Schmitthennerschen Bebauung korrespondiert.
Wir haben versucht, das Parken weitgehend aus dem Straßenraum fernzuhalten. Nur der nördliche Parkstreifen an der Schwarzwaldstraße wird verlängert. Darüber hinaus entsteht ganz im Osten auf der Fläche, die auch als optionale Straße vorgesehen ist, ein weiterer Parkplatz, und es gibt die oben angeführte Tiefgarage. Weiteres Parken im öffentlichen Straßenraum, z. B. auf der kleinen Straße, die nach Süden zur Oosbrücke führt, möchten wir gerne vermeiden. Der Platz an der Fußgängerbrücke über die B 500 wird mit klar abgegrenzten Flächen für gepflasterte und begrünte Flächen sowie geordnete Bereiche für Parkplätze und Container neu organisiert.

2.Preis

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