Lichtenberg entwickeln

Autor:
Katinka Corts
Veröffentlicht am
März 25, 2015

Preisträger Städtebau/ Landschaftsarchitektur: Schäfer, Hoß, Huy Le (TU München) 
Preisträger Architektur/Denkmalpflege: Hein (BTU Cottbus Senftenberg) 
160 Jahre gibt es den Schinkel-Wettbewerb für junge Planer bereits, ausgelobt wird er jeweils vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin. Dieses Jahr wurden 137 Entwürfe eingereicht, der Planungsperimeter war Berlin-Lichtenberg. Der Bezirk am Spreeufer sollte für 15’000 bis 20’000 Einwohner neu gedacht und entwickelt werden. Wo heute wildes Grün und verfallende Industriebrachen das Bild prägen, erdachten sich die Wettbewerbsteilnehmer Wohnviertel, Grünanlagen und ein Quartiersgefüge. Zwei Projekte erhielten den Schinkelpreis, fünf weitere wurden mit Sonderpreisen ausgezeichnet, vier mit einer Anerkennung. «Mit originellen Ideen gelingt es den jungen Planern […] aufzuzeigen, wie in dem innerstädtischen Bereich in Berlin Lichtenberg […] Qualitäten gefunden und belebt werden könnten», erläuterte Dr. Melanie Semmer, Juryvorsitzende und 2. Vorsitzende des AIV zu Berlin.   

Am Spreeufer im Berliner Bezirk Lichtenberg planen die mit dem Schinkelpreis für Städtebau und Landschaftsarchitektur ausgezeichneten Landschaftsarchitekten Philipp Hoß (26), Julian Schäfer (25) und Quang Huy Le (33) drei Kieze auf einem bisher überwiegend gewerblich-industriell geprägten Gebiet. David Hein schlägt in seinem mit dem Schinkelpreis für Architektur prämierten Entwurf den Bau einer Seilbahn vor, die das Neuland Lichtenberg über den S-Bahn-Ring an das Berliner Zentrum anbindet. Im Rahmen des Schinkelfests wurden die Preise übergeben, die prämierten Entwürfe sind noch bis Ende der Woche im Haus Potsdamer Straße zu sehen.

Der Schinkel-Wettbewerb ist der größte Ideen- und Förderwettbewerb für junge Planer im deutschsprachigen Raum. Teilnehmen können Studierende und Absolventen, die höchstens 35 Jahre alt sind. kc

Ausstellung der Preisträger bis zum 27.3.2015
Haus Potsdamer Straße, Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Str. 33
Öffnungszeiten: Mo – Fr 21 Uhr, Sa 10-19 Uhr