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Deutscher Fussball Bund - Neubau Akademie und Zentrale in Frankfurt am Main

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2. Preis Wettbewerb 2015

Die neue DFB Akademie präsentiert sich in Form einer langgezogenen Tribüne. Das städtebauliche Konzept des Entwurfes reagiert auf sein heterogenes Umfeld, indem es sich mit urbanen Qualitäten in Richtung Niederrad orientiert und in Richtung Waldgebiet im Osten abflacht. Das landschaftlich starke Konzept spielt so mit dem Übergang von Freiflächen, auf denen sich vor allem das sportliche Geschehen abspielt und dem Gebäude der neuen Akademie.

Der Übergang zwischen Landschaft und Gebäude generiert eine Ausrichtung der Innenräume in Richtung der Trainingsplätze, des fußballerischen Geschehens und der Frankfurter Stadtsilhouette im Norden. Die Nutzbarkeit der Dachlandschaft eröffnet der DFB Akademie zusätzliche Möglichkeiten.

LEISTUNGSZENTRUM DFB AKADEMIE
Der Entwurf mit seinem permanenten Bezug auf die Trainingsfelder soll der DFB Akademie die Atmosphäre eines internationalen sportlichen Spitzenleistungsstandorts verleihen. Zeitlose Gestaltung gibt dem Entwurf zusätzlich einen dauerhaften und seriösen Charakter.
Durch den langgezogenen Baukörper können alle Bereiche der Akademie in direktem Kontakt zu einander stehen.

Das Raumprogramm im Inneren des Gebäudes ist klar gegliedert. Das Erdgeschoss bildet zusammen mit dem ersten Obergeschoss den verbindenden Sockel. In den darauf ruhenden Baukörpern, in erhöhter Position, befinden sich die Zentralverwaltung, die Akademie und das Sportlerhaus. Die öffentlichen Bereiche wie Eingang, Pressestelle, Akademie und Verwaltung befinden sich im Süden des Gebäudes, während die privaten Bereiche mit Sporthallen, Fitness und Regeneration im Norden angeordnet sind. Zwischen diesen beiden Zonen liegt das Herzstück des Gebäudes. Hier sind die Cafeteria, das DFB Trainercenter und das Athletenhaus untergebracht.

Für die vorgesehene Erweiterung können die aufgesetzten Baukörper verlängert werden. Durch eine Erweiterung des langgestreckten Baukörpers kann die Sporthalle im Norden aufgenommen werden.

Die Tribünen mit exklusivem Blick auf die Sportflächen sind im Osten an das Gebäude angegliedert und bilden mit diesem eine Einheit.

FREIFLÄCHEN
Der neue Campus der DFB Akademie und DFB Zentrale ist repräsentativer Mittelpunkt und zentraler Identifikationsort der Anlage. Dieses Forum empfängt Besucher und Sportler auf einer offenen und freizugänglichen Platzfläche und führt alle Akteure an einen Ort der Kommunikation, des Ideenaustausches und der sportlichen Schulung zusammen. Die Grundidee des Platzentwurfes sieht deshalb eine einheitliche Gestaltung aller Zugangsflächen und Platzflächen vor dem Haupteingang vor.

Der vorhandene wertvolle Baumbestand im Süden wird in die Gestaltung des Platzes integriert und punktuell ergänzt. Die locker eingestreuten Solitärbäume der Neupflanzung innerhalb und entlang den Erschließungsflächen unterstützen den fließenden Übergang zum nahegelegenen Baumbestand und können als naturschutzrechtliche Kompensationsmaßnahme angerechnet werden.

Die erforderlichen Stellplätze für Besucher und die zufahrtskontrollierten Stellplätze im Parkdeck sind im Westen erschließungstechnisch zusammengefasst und über die Schwarzwaldstrasse erschlossen. Die Erschließungskonzeption der ebenerdigen 50 Stellplätze der Besucher gewährleistet kurze und sichere Wege und eine übersichtliche Orientierung zum zentralen Foyer und Fanbereich am Haupteingang.

Die Spielfelder und Trainingsareale sind auf dem Grundstück locker gesetzt und ermöglichen so optimale sportliche Bedingungen. Durch die Lage des Akademiegebäudes am Rand der Anlage, besteht für die Anordnung dieser Flächen eine hohe Flexibilität. Der Übergang des Baugebietes zum geplanten Bürgerpark im Norden verläuft fließend.

Die unterschiedlichen Freibereiche und der öffentlichen Raum werden somit räumlich geordnet, gegliedert und verbunden, so dass in stadträumlich zentraler Lage frei zugängliche, multifunktionale Flächen für Alle entstehen.

MATERIALITÄT UND ENERGIEKONZEPT
Durch eine sehr kompakte Bauweise, einen hohen Vorfertigungsgrad der einzelnen Baukörper für Konstruktion und Fassade, sowie die Auswahl von nachhaltigen Materialien, wird ein hoher Grad an Wirtschaftlichkeit erreicht.

Die bandartige Fassade reagiert auf die Funktionen im Inneren des Gebäudes. Sie gewährleistet durch außen liegende Streckmetall-Lamellen eine gute Verschattung der Innenräume und verhindert so ein Aufheizen der Räume.

In das Konzept der Regenbewirtschaftung sind sowohl das Oberflächenwasser der Parkierungsflächen und der Platzfläche miteinbezogen als auch das Dachflächenwasser der Bebauung. Da die städtebauliche und funktionale Anordnung der Sportflächen eine großflächige Versickerung nicht zulassen, wird der Akzent auf eine Abflussverzögerung und gezielte Belagsflächenentwässerung gelegt. So werden alle Dachflächen extensiv begrünt, und das Dachflächenwasser zusammen mit dem Oberflächenwasser in einer Zisterne gesammelt. Im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes kann aus diesem Reservoir die Beregnung der Rasenplätze sichergestellt werden und das Wasser wieder ins Grundwasser zurückgeführt werden.

Der vorliegende Entwurf bietet eine klare, kostengünstige und nachhaltige Lösung für die Bebauung des Grundstücks an.

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