Haus am See

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Standort
Kreuzau
Jahr
2010

Das Grundstück befindet sich in exponierter Hanglage oberhalb eines Stausees mit weitreichendem Panorama-Blick und direkter Anbindung an das Wasser.

Die heterogen gewachsene Ferienhaus-Struktur der Umgebung hat ihren Ursprung in den 60er Jahren. In Anlehnung an die Architektursprache dieser Zeit enstand der Entwurf für das Haus am See. Das bestehende Gebäude wurde bis auf zwei senkrecht zueinander stehende, 3 Meter hohe Mauern abgerissen. Das Abrutschen des teilweise abgetragenen Felses sichert eine 4 Meter hohe Gabionenwand, verfüllt mit den abgebrochenen Steinen des Hangs. Diese massive Wand öffnet sich zum See und dient als Rücken des vorhandenen und erweiterten Plateaus. Die Bestandsmauern geben die Kubatur des Neubaus vor, welcher auf Wunsch der Bauherren in zwei Funktionsspangen räumlich getrennt werden sollte.

So richtet sich der, über die gesamte Länge des Hauses reichende und durch die Ganzglas-Übereck-Fassade in den terrassierten Außenbereich fließende, halböffentliche Raum mit den ineinander übergehenden Funktionen Wohnen, Essen und Kochen zum See. Der private Bereich mit Schlafen, Ankleide und Bad zieht sich in den hinteren, intimen Teil des Gebäudes zurück.
Während des Herabschreitens zum Haus, über einen 100 Meter langen Fußweg hangabwärts, fällt der Blick fortwährend auf das extensiv begrünte, über die Fassade hinausragende Dach. Von den Bestandsmauern eingeklammert, schützt es den Sitzplatz im Freien sowohl an regnerischen Tagen als auch im Sommer bei hochstehender Sonne.

Da der vorgegebene Platz gering bemessen ist, sind sämtliche Türen als Schiebtüren ausgeführt. Im Inneren als Vollholz-Schiebetüren, in geöffneter Stellung in Mauertaschen verschwindend, und als Ganzglas-Schiebetüren innerhalb der Fassade. Die Materialsprache folgt der konsequenten Formreduzierung des Hauses. Der Boden ist aus einem geschliffenen und gewachsten, fugenlosen, monolithischen Sichtestrich, die Wände und Decken sind glatt verputzt und weiss gestrichen. Die Texturen der Einrichtung – grobe Stoffe des Fassadevorhangs und der Sitzmöbel, raue Holz- und mattierte Steinoberflächen – ergänzen die schlichte Sinnlichkeit des Entwurfes.

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