Erweiterung Mörike-Gymnasium

Freude an der Sorgfalt

Göppingen, 2011
31. Juli 2012
Erweiterung Mörike-Gymnasium
2011
Lutherstraße 5
73033 Göppingen

Bauherr
Stadt Göppingen

Architekt
Klumpp + Klumpp Architekten
Stuttgart

Bauleitung
Klumpp + Klumpp

Projektsteuerung
Baudezernat Referat Hochbau
Stadt Göppingen

Tragwerksplanung
C. Hagedorn Ingenieure
Göppingen

Prüfstatik
Frank-Ulrich Drexler
Geislingen

Elektro-Planung
Elektroplan Ingenieur GmbH
Göppingen

HLS-Planung
Hetzel & Renz Ingenieurgesellschaft mbH
Schwäbisch-Gmünd

Bauphysik
Dr. Schäcke + Bayer GmbH
Waiblingen-Hegnach

Baugrund- und Gründungsgutachten
RS Baugrund
Göppingen

Vermessung
Baudezernat / Referat Vermessung
Stadt Göppingen

Brandschutzgutachten
Drescher & Partner, Brandschutzsachverständige
Herbolzheim

SiGeKo
Klaus SiGeKoordinator
Donzdorf

Fluchtpläne
BSU Sicherheitsgrafik GmbH
Göppingen

Bruttogeschossfläche
1.660 m²

Fotografie
Zooey Braun
Ansicht vom Schulhof auf das neue Schmuckstück. Mit sorgfältig differenzierten Volumina und präzisem Gespür für Material und Detail wurde die Göppinger Schule ergänzt.
101 Jahre alt ist der Altbau des Göppinger Mörike-Gymnasiums, ein breit gelagerter, symmetrischer Bau von Paul Bonatz. Im Nordwesten der Innenstadt gelegen, präsentiert er sich mit seiner Schauseite zu einem Park im Westen, hinter ihm beginnt eine vornehme Villengegend. Im Süden liegt die in der Nachkriegszeit errichtete Stadthalle, deren Vorplatz bislang ein Gegenüber vermissen ließ. Mit der Erweiterung des Mörike-Gymnasiums, pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Schule fertiggestellt, bekommt die städtebauliche Grenzlage nun eine Ordnung, die Villenbebauung, Freiraum, Stadthalle und Schule mitei-nander verbindet. Die Architekten, sie hatten sich im Wettbewerb 2008 durchgesetzt, zitieren dabei den Architekten des Hauptbaus, dessen Maxime ihnen am Herzen lag: „Die Entwurfsidee aus den gegebenen Voraussetzungen abzuleiten, das Bauwerk in seiner städtebaulichen Bindung räumlich und maßstäblich zu entwickeln und in diesem Zusam-menhange den Baukörper in seiner Konstruktion und materialgerechten Form zu gestalten."
Nach Osten nimmt ein eingeschossiger Vorbau Fluchten der Villenbebauung auf; im Innern ergibt sich so ein intimer, der Mensa vorgelagerter Hof mediterraner Heiterkeit.
Der auf rechteckiger Grundfläche errichtete Massivbau korrespondiert mit seinen Nachbarn über die Differenzierung der Volumen: Dreigeschossig zur Kreuzung und den Villen hin, mit einem kleinen, abgesetzten Vorbau, der die Flucht der Wohnbebauung aufnimmt. Dreigeschossig auch das Treppenhaus, das den Neubau zum Schulhof hin hervorhebt. Nach Süden hin ist das Haus zweigeschossig, nimmt die Charakteristik der Stadthallenarchitektur auf, sich dezent zurückzunehmend, sich öffnend zum Innern des Gevierts. Der helle Stein antwortet auf die Farbe des verputzen Hauptbaus, unterschiedliche Stein- und Fugenformate verleihen der Fassade Delikatesse, Lebendigkeit, vermitteln die Freude an der Sorgfalt, wie sie schon von den Bauten Bonatz' ausgeht.
Blick in die Mensa auf den Hof, der in Bild 2 gezeigt wird.
Der Haupteingang liegt nach Westen, wird vom Schulhof erreicht, eine gefasste Terrasse liegt vor einem der neuen Unterrichtsräume: Musik-, Physik- Kursräume und eine Mensa vervollständigen die Schule. Nach Süden hin sind die Unterrichtsräume und die Mensa angeordnet, jenseits des Flurs finden sich Sanitär- und Servicebereiche und die beiden Treppenhäuser, oben konnte noch eine Dachterrasse angelegt werden. Nach Norden weitet sich immer wieder der Flur, um Nischen und Aufenthaltsbereiche für die Schüler zu schaffen.
Eiche markiert die Elemente besonderer Bedeutung und besonderen Werts: Die Öffnungen, Übergänge und Aufenthaltsnischen.
Sichtbeton und Eiche sind die das Innere prägenden Materialien. Beton formuliert die Struktur des Hauses, Eiche fasst und markiert als Veredlung die Orte und Stellen, die besondere Bedeutung tragen: Eingänge, Öffnungen, Schwellen und Ruhezonen. Eine besonders schöne Reminiszenz an Bonatz bieten die Treppenhäuser: Die bei ihm über einem Oval aufsteigenden Treppenhäuser werden hier mit skulptural ausgegossenen und mit Eiche bekleideten Treppenaugen erwidert. Die Reminiszenzen sind, das wird auch hier deutlich, nicht formaler Natur, sondern solche der Haltung: eine würdige Erweiterung.
Christian Holl
Lageplan
Grundriss Erdgeschoss
Längsschnitt
Grundrisse der Obergeschosse
Erweiterung Mörike-Gymnasium
2011
Lutherstraße 5
73033 Göppingen

Bauherr
Stadt Göppingen

Architekt
Klumpp + Klumpp Architekten
Stuttgart

Bauleitung
Klumpp + Klumpp

Projektsteuerung
Baudezernat Referat Hochbau
Stadt Göppingen

Tragwerksplanung
C. Hagedorn Ingenieure
Göppingen

Prüfstatik
Frank-Ulrich Drexler
Geislingen

Elektro-Planung
Elektroplan Ingenieur GmbH
Göppingen

HLS-Planung
Hetzel & Renz Ingenieurgesellschaft mbH
Schwäbisch-Gmünd

Bauphysik
Dr. Schäcke + Bayer GmbH
Waiblingen-Hegnach

Baugrund- und Gründungsgutachten
RS Baugrund
Göppingen

Vermessung
Baudezernat / Referat Vermessung
Stadt Göppingen

Brandschutzgutachten
Drescher & Partner, Brandschutzsachverständige
Herbolzheim

SiGeKo
Klaus SiGeKoordinator
Donzdorf

Fluchtpläne
BSU Sicherheitsgrafik GmbH
Göppingen

Bruttogeschossfläche
1.660 m²

Fotografie
Zooey Braun

Vorgestelltes Projekt

Marc-Olivier Mathez

Schule Stübenhofer Weg

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