FORSTHAUS Hotel

"Es war einmal ein Lattenzaun..."

Ramsen, 2010
23. November 2010
FORSTHAUS Hotel
2010

Eiswoog
67305 Ramsen

Auftraggeber
Landgasthof Forelle GmbH&Co.KG
verteten durch:
Dr. Marion von Gienanth und
Dr. Alexis von Hoensbroech
Ramsen

Innenarchitektur
naumann.architektur
Stefanie und Martin Naumann
Stuttgart

Projektleitung
Martin Naumann

Landschaftsarchitektur
greenAnnina Landscape Design
Frankfurt am Main

Statik
WZ-Ingenieure
Kaiserslautern

Bruttogeschossfläche
280 m²

Baukosten
280.000 € netto

Fotografie
Zooey Braun
Von außen sieht man dem Forsthaus nicht an, dass sich seine Nutzung verändert hat. Und auch die Zonierung der beiden Geschosse blieb mit Ausnahme einer Brandwand im Obergeschoss erhalten.
"…mit Zwischenraum, hindurchzuschaun." Mit diesem Gedicht von Christian Morgenstern oder den Zeilen eines anderen Poeten werden die Gäste des erst kürzlich eröffneten Forsthauses im Pfälzer Ramsen begrüßt. In einem kleinen Stoffsäckchen am Schlüssel befestigt, empfiehlt es sich, diese Zeilen zu lesen. Denn sie sagen viel über die Gestaltung des Zimmers, in dem der Gast nun für einige Stunden oder Tage sein Zuhause haben wird. Bereits an dieser „Kleinigkeit“ merkt man, wie viel Mühe sich die Architekten mit dem Umbau dieses Hauses gegeben haben.
Natur pur gibt es nicht nur um das Forsthaus herum, sondern auch drinnen. Denn massives Holz spielt bei der Einrichtung der Zimmer eine wichtige Rolle.
Das Forsthaus liegt in unmittelbarer Nähe des Haeckenhauses, mit dem Jörg Maier im Jahr 2004 beim Seehaus Forelle den Hotelbetrieb aufgenommen hat. Da es mittlerweile sehr gut ausgelastet ist, manchmal gar das eine oder andere Zimmer fehlt, nutzte Maier die Chance, im Forsthaus weitere acht und im danebenliegenden ehemaligen Waschhäuschen ein neuntes Zimmer einzurichten. Frei geworden war das alte Forsthaus, da der Förster vor einigen Jahren in Rente gegangen, und im Zuge dessen sein Gebiet mit weiteren zusammengelegt worden ist.
Mit den Architekten Stefanie und Martin Naumann hatte Maier bereits beim Bau des Haeckenhauses so gute Erfahrungen gemacht, dass er sich die Stuttgarter mit ihren ungewöhnlichen Ideen auch dieses Mal ins Boot holte. Jedes der neun Zimmer sieht anders aus, folgt seinem eigenen Motto, wie „Im Wald“, „Um die Ecke“ und „Acht Quadratmeter“, und doch verbinden gewisse Elemente alles zu einem Ganzen. So trifft man in allen Zimmern auf ein elegantes Dunkelrot, mal bei den Vorhängen, mal als Farbe für eine Wand oder den Fenstersims.
Bei der Wahl der Materialien haben sich die Architekten auf wenige beschränkt. Und in allen Zimmern wurde ein Stück Originalausstattung aus dem Forsthaus in die Möblierung integriert, sei es ein alter Holzschlitten, der nun von der Decke baumelt, oder eine alte hölzerne Leiter, über die man in einem der Räume das dritte, meist von Kindern genutzte Bett erreicht.
Im Zimmer mit der Nummer acht, das tatsächlich nur acht Quadratmeter misst, blickt man vom Bett aus direkt in den Sternenhimmel.
Die Grundrissstruktur konnten die Architekten bei dieser Umnutzung beinahe so belassen, wie sie war. Nur für die Bäder sind neue Wände eingezogen worden, im Obergeschoss musste aufgrund der Brandschutzbestimmungen ein zweiter Fluchtweg geschaffen werden. Die Voraussetzungen waren also fast optimal. Einziges Manko: Die Fenster der Gästezimmer sind, gemessen an einem Neubau, relativ klein. Das Ehepaar Naumann hat dieses „Problem“ mit einem simplen Trick gelöst: Sie ließen die Flurwände dunkelgrau streichen, so dass man nun aus dem Dunkeln hinein ins „Helle“ tritt.
Simone Hübener
Die original erhaltene Treppe steht wie eine große Skulptur im Raum.
Lageplan
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss
FORSTHAUS Hotel
2010

Eiswoog
67305 Ramsen

Auftraggeber
Landgasthof Forelle GmbH&Co.KG
verteten durch:
Dr. Marion von Gienanth und
Dr. Alexis von Hoensbroech
Ramsen

Innenarchitektur
naumann.architektur
Stefanie und Martin Naumann
Stuttgart

Projektleitung
Martin Naumann

Landschaftsarchitektur
greenAnnina Landscape Design
Frankfurt am Main

Statik
WZ-Ingenieure
Kaiserslautern

Bruttogeschossfläche
280 m²

Baukosten
280.000 € netto

Fotografie
Zooey Braun

Vorgestelltes Projekt

UNStudio

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