Sublimieren statt verbrennen

 Martina Metzner
21. November 2018
Die Paneele sind markante Blickfänger in jedem Raum. (Bild: Sublidot)
Mit dem Verfahren „Sublidot“ lassen sich Oberflächen dreidimensional filigran bearbeiten. Verkohlte Ränder, wie sie beim Lasern von Holzteilen bisher entstanden, sind damit Geschichte.
Feinste, dreidimensionale Reliefs lassen sich mit Lasersublimation erwirken – und bieten als Verkleidungen im Innenraum einen absoluten Blickfang. Dabei handelt es sich um ein neues Verfahren, dass die schweizerische Firma Strasserthun unter dem Namen Sublidot entwickelt hat und mit dem sich die unterschiedlichsten Materialoberflächen veredeln lassen. Bei dem neuen Verfahren wird nicht wie bisher mit dem Laser gebrannt, was speziell bei Holzwerkstoffen mit schwarzen, verkohlten Rändern einhergeht, sondern sublimiert. Dadurch wird das Material vom festen Zustand direkt in den gasförmigen Zustand umgewandelt und entsprechend verdampft. Lasersublimation als Verfahren hat weitere entscheidende Vorteile im Vergleich zum klassischen Lasern: keine Ausrisse, keine Werkzeugkosten, kein Staub. Verarbeitet werden können Massivholz, Furniere, MDF, Mineralwerkstoff, C-Beton, Kunstharz und viele weitere Materialien.
Harry Hersche hat für Sublidot den Tavolarte mit gelaserter Oberfläche gestaltet. (Bild: Sublidot)
Exakte Kanten, selbst bei komplizierten Objektformen oder Größen, auch in unebener Form mit gleichbleibender Qualität, sind die Attribute der Platten, die in einer maximalen Abmessung von 3100 auf 2100 Millimeter bei einer Stärke von maximal 60 Millimeter angeboten werden. Individuelle Lösungen werden ebenso bearbeitet. Das Verfahren ist bereits in vielzähligen Innenausbau-Projekten zum Einsatz gekommen. Außerdem arbeitet Sublidot mit bekannten Designern wie Mia Kepenek, Frédéric Dedelley und Harry Hersche zusammen. In Frankreich, Italien und Deutschland kooperiert Sublidot zusätzlich mit verschiedenen Vertriebspartnern.
Mit Sublidot können feinste Strukturen gelasert werden. (Bild: Sublidot)

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