Zukunft für Berlins Sportforum

Katinka Corts
21. April 2020
Das zu beplanende Areal umfasst etwa 50 Hektar Fläche. Legende siehe unter Text. (Grafik: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Abteilung Städtebau und Projekte)

Bevor der städtebaulich-freiraumplanerische Wettbewerb für die Neugestaltung des Berliner Sportforums Mitte 2020 startet, befragt die Hauptstadt ihre Bürger*innen, wie sie das Areal heute nutzen. Ergebnisse des Wettbewerbs sollen im Frühjahr 2021 vorliegen.

Das Sportforum Berlin ist nach dem Olympiapark die zweitgrößte Sportanlage der Hauptstadt und eines der Zentren des Berliner Leistungssports. Um eine Grundlage für seine zukünftige bauliche und freiräumliche Entwicklung zu erhalten, lobt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen nun zusammen mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, einen städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb aus. Gesucht werden visionäre Ideen und Entwürfe zur nachhaltigen Entwicklung des nationalen Spitzensportzentrums. Diesem vorangestellt ist eine Online-Befragung, an der alle Berliner*innen teilnehmen und an der Entwicklung des Masterplans mitarbeiten können. Bis zum 10. Mai 2020 steht dafür die Beteiligungsplattform des Landes Berlin zur Verfügung. 

Ziel des anschließenden Wettbewerbs ist, einen Rahmenplan für die Umstrukturierung und Weiterentwicklung des Standorts zu erarbeiten. Das Wettbewerbsgebiet gliedert sich in einen ca. 40 ha großen Realisierungsteil, der das Gelände des Sportforums, den Betriebshof im Norden sowie die Fritz-Lesch-Straße umfasst, und einen ca. 10 ha großen Ideenteil, der das Gelände des Schul- und Leistungssportzentrums Berlin sowie eine Teilfläche des Friedhofs St. Andreas-St. Markus, für die die Friedhofsnutzung aufgegeben werden kann, umfasst. Der Ort soll von allen Anwohner*innen für Sport und andere Freizeitaktivitäten genutzt werden können; zudem sollen die vorhandenen Sportanlagen so modernisiert und ersetzt oder ergänzt werden, dass sie heutigen und zukünftigen olympischen Anforderungen genügen. 

Entworfen werden soll ein städtebauliches Konzept für die Entwicklung des Sportforums über einen langen Zeitraum. In einem zweistufigen Konzept gilt es daher, sowohl kurzfristige Baumaßnahmen bis 2025 als auch langfristigere Ideen aufzunehmen.

Ergänzung Bildlegende

Kurzfristige Bauvorhaben (bis 2025, rot dargestellt)

  • Ersatzbau Bogensportanlage (1)
  • Neubau Athletikhalle für den Eissport (2)
  • Ersatzbau Funktionsgebäude Fußball (3)
  • Ersatzbau für das Funktionsgebäude Leichtathletik (4) (vgl. (4) unten)
  • und das Vereinshaus (5)
  • Neubaubau einer 3-Feld-Halle als Ersatz für die Traglufthalle (6)

Mittel- bis langfristige Maßnahmen (nach 2025, orange dargestellt)

  • Ersatzanlage für die Radtrainingsstrecke (7)
  • Ersatzspielstätte für den Fußball (8)
  • Ersatzbau für den Olympiastützpunkt (9)
  • Verlegung Skatingbahn (10)
  • Neubau einer multifunktionalen Sportarena
  • Neubau einer Beachhandballanlage
  • Schaffung neuer Breitensportanlagen/informeller Sportangebote
  • Neubau einer Kita oder Umnutzung der Herberge (4) (vgl. (4) oben)
  • Schaffung von gastronomischen Angeboten

Vorgestelltes Projekt

THOMAS STADLER ARCHITEKTEN

Büro- und Geschäftshaus Rathausstraße

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