Wiener Start-up will Stadtklima verbessern

Manuel Pestalozzi
10. Juli 2020
Wie senkt man Temperaturen in der Stadt? Die Software von Greenpass wartet mit konkreten Vorschlägen auf. (Illustration: Greenpass)

Das Jungunternehmen Greenpass hat eine Software entwickelt, die Bauprojekte analysiert und helfen soll, sie hinsichtlich ihrer Klimaresilienz zu optimiert. Auch die Stadt Wien arbeitet mit der Firma zusammen.

Das Programm von Greenpass berücksichtigt für die Analysen von Bauprojekten sechs Faktoren: Klima, Wasser, Luft, Biodiversität, Energie und Kosten. Mit dem neuen Werkzeug lassen sich Simulationen erstellen, die einfach verständliche Kennzahlen versprechen. Als Beispiel nennt der Kurzbericht von trendingtopics.at einen Wert für den «thermischen Komfort» in der unmittelbaren Umgebung neuer Anlagen.

Offenbar ist die Bedienung der umfangreichen Software allerdings nicht ganz einfach. Das Start-up bietet deshalb dreitägige Kurse an. Sie kosten rund 1'800 Euro, am Ende sind die Teilnehmenden im Besitz eines Zertifikats als offizielle Greenpass-Partner*innen. Bei Anwendung der Software sollen sich unter anderem mittels Beschattung und Begrünung Städte um vier Grad kühlen lassen.

Mehr als 50 Bauprojekte in acht Ländern hat Greenpass schon optimiert – unter anderem in Mailand, London oder Antwerpen. Auch mit der Stadt Wien arbeitet das Start-up eng zusammen. „Wir begleiten beispielsweise Ausschreibungen wie beim Sophienspital“, sagt Greenpass-Mitbegründer Florian Kraus.

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