TUM kooperiert mit KNUST

Manuel Pestalozzi
26. April 2022
Auf dem Campus der KNUST befindet sich seit 2005 auch eine Architekturfakultät. (Foto: KNUST/Wikimedia Commons)

Die Technische Universität München (TUM) teilt mit, dass sie ihre Zusammenarbeit mit der Kwame Nkrumah University of Science & Technology (KNUST) aus Ghana weiter ausbaut. Pritzker-Preisträger Prof. Francis Kéré soll ein gemeinsames TUM-KNUST Cooperation Center auf dem Campus in Kumasi planen.

Die nach dem ersten Präsidenten Ghanas, Kwame Nkrumah (1909–1972), benannte Institution ist nach der Universität von Ghana in der Nähe der Landeshauptstadt Accra die zweite Hochschule des Landes. Kumasi liegt etwas mehr als 200 Kilometer nordwestlich von Accra, ist die Hauptstadt der Ashanti Region und gilt mit rund drei Millionen Einwohner*innen seit einigen Jahren als die größte Stadt des westafrikanischen Staates. Die Ingenieurwissenschaften zählen zu den Institutionen, die seit Beginn des Hochschulbetriebs in den 1950er-Jahren auf dem durchgrünten KNUST-Campus angesiedelt sind. Seit 2005 gibt es am östlichen Rand des ausgedehnten Geländes eine Architekturfakultät. Im Oktober 2018 wurde in Kumasi eine strategische Partnerschaft mit der TUM für Innovation und nachhaltige Entwicklung unterzeichnet. Forschende beider Hochschulen arbeiten seither bei den Zukunftsthemen Wasser- und Energieforschung, Umwelt, Mobilität und Global Health zusammen.

Als die Vize-Kanzlerin der KNUST, Prof. Rita A. Dickson, und TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann das neue Memorandum of Understanding präsentierten, war auch Architekt Prof. Francis Kéré zugegen (4. v. r.). (Foto: © Uli Benz/TUM)

Eine Delegation der KNUST unter der Leitung der Vize-Kanzlerin Prof. Rita A. Dickson besuchte Mitte April die TUM. Zu diesem Anlass wurde die Planung und Errichtung des gemeinsamen TUM-KNUST Cooperation Center auf dem Campus in Kumasi bekannt gegeben. TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann bezeichnet das Projekt als „ein Gebäude für gemeinsame Forschung und Lehre, welches traditionelle Baumaterialien und Nachhaltigkeit mit moderner Ingenieurskunst und dem Innovationspotential des afrikanischen Kontinents verbindet.“ Der Entwurf dafür stamme vom TUM-Star-Architekten und Pritzker-Preisträger Prof. Francis Kéré, meldet die TUM in ihrer Pressemitteilung – leider jedoch ohne weitere Informationen zur Beauftragung oder dem Planungsstand zu liefern.

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