Tram unterm Englischen Garten

Manuel Pestalozzi
18. Januar 2019
Kommt der Park, geht es in die Tiefe. Bild: Grub+Lejeune

Es ist immer erfreulich, wenn sich Architektinnen und Architekten mit Ideen zu Verkehrsfragen in die Debatte einbringen. In München tun dies aktuell Hermann Grub und Petra Lejeune.

Ihr Beitrag betrifft die Tram, die durch den Englischen Garten geplant ist. Seit Jahren tobt in München darüber ein Streit. Das Architektenpaar Grub und Lejeune rühren für ihre Tunnel-Idee die Werbetrommel und präsentieren sie den Bezirksausschüssen, wie bei „Hallo München“ zu erfahren ist. Ein Tunnel-Ausgang wäre in der Thiemestraße, der andere in der Tivolistraße, Ecke Hirschauer Straße. Mit einer ähnlichen Idee konnten Grub und Lejeune bereits überzeugen, als es darum ging, den Mittleren Ring zu untertunneln. Dies hat der Stadtrat 2017 beschlossen.
 
Die Stadtwerke und die Münchner Verkehrsgesellschaft prüfen auch im Fall des Englischen Gartens den Vorschlag einer unterirdischen Trasse. Im Bezirksausschuss Schwabing-Freimann bekundet man ebenfalls Interesse am Projekt. Der Vorschlag kam mit einer Kostenschätzung; das Architektenpaar hat Baukosten von rund 45 Millionen Euro errechnet, das sei etwa 16 Millionen Euro mehr als eine oberirdische Variante. „Dafür wird der schönste Park der Welt erhalten und das ist doch unbezahlbar“, wird Grub bei „Hallo München“ zitiert.

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