Schule im Sockel

Manuel Pestalozzi
26. Januar 2021
Auch eine Schulmensa ist in der Sockelpartie eines der beiden Hochhäuser vorgesehen. (Visualisierung: Caruso St John Architects)

Die Zahl der Schüler*innen in Zürich wächst stetig. Weil die Stadt kaum noch über unbebaute Flächen verfügt, müssen auch unkonventionelle Lösungen her. Und so soll in einem der beiden Hochhäuser des Projekts Ensemble auf dem Hardturm-Areal eine Schule integriert werden.

Das Projekt „Ensemble“ sieht auf dem Zürcher Hardturm-Areal den Bau eines Fußballstadions, einer Genossenschaftssiedlung und zweier Hochhäuser vor. Wie jetzt bekannt wurde, wird es auch eine Schule umfassen. Konkret sind sechs Primar- und zwölf Sekundarschulklassen geplant. Sie sollen im Sockel eines der beiden Hochhäuser unterkommen. Die Stadt Zürich wird im Zuge dessen als Mieterin auftreten, für die architektonische Ausgestaltung zeichnen Caruso St John Architects verantwortlich, die zum „Ensemble“-Team gehören. Das erforderliche Raumprogramm für die Unterrichts- und Betreuungsflächen ist im Erdgeschoss sowie im ersten bis fünften Obergeschoss umsetzbar. Die Außenraumflächen der Schule sind in der Umgebung des West-Turms vorgesehen. Im Mantel des geplanten Fußballstadions sollen der Schule überdies zwei Sporthallen zur Verfügung stehen.

Das Schulhaus wird den untersten Teil des West-Turms belegen. (Modellfoto: Stadt Zürich)

Die Stadt Zürich sieht die Schule Hardturm als Gewinn für alle Seiten. Sie erwartet, dass die Zahl der Schüler*innen bis zum Schuljahr 2027/28 weiter stark ansteigen wird. Die Unterbringung einer Schule im Turm sei vor diesem Hintergrund ein wichtiger Beitrag zur Deckung des großen Bedarfs an Primar- und Sekundarschulraum in den Schulkreisen Limmattal und Waidberg. Da es sich um eine Gesamtschule handelt, kann diese je nach Bedarf mit weniger Sekundar- und mehr Primarklassen belegt werden oder umgekehrt. Die Schule ergänzt natürlich auch optimal das Projekt „Ensemble“, das, wie eingangs erwähnt, viel Wohnraum umfasst. Die Verantwortlichen sprechen denn auch von einer weiteren Aufwertung.

Läuft alles wunschgemäß, kann die Schule im Sommer 2025 in Betrieb genommen werden.

Visualisierung: Caruso St John Architects

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