Projekt Palais Temporär

 Manuel Pestalozzi
12. September 2018
Begehbare Blase für Köln. Bild: Anna Spiekermann, TH Köln
Am 11. September startete das Projekt Palais Temporär auf dem Rudolfplatz in Köln. Kernstück ist eine sich mit Luft füllende Raumblase, ein Entwurf der Architekturstudentin Anna Spiekermann.
Der Palais Temporär ist eine erste Version eines mobilen Aktions- und Diskursraums für performative Kunst, organisiert von Kölner KünsterInnen, Kunstschaffenden und ArchitektInnen in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Architektur der TH Köln. Anna Spiekermanns Raumblase entstand unter dem Motto »TRY&SUCCEED – 400 Füße, 400 Augen, 400 Hände«. Sie ist stets in Bewegung und wandelt sich dadurch.
 
Der Entwurf ist das Ergebnis eines einjährigen Projekts im Masterstudiengang Architektur unter der Leitung von Prof. Rüdiger Karzel und Prof. Dr. Nadine Zinser-Junghanns in Zusammenarbeit mit den zur »dezentrale« zusammengeschlossenen Kölner Künsterinnen Angie Hiesl, Philine Velhagen, Stephanie Thiersch, Alexandra Knieps und S. E. Struck. Spiekermanns Konzept setzte sich in einem internen studentischen Wettbewerb durch.
 
Die sich mit Luft füllende Raumblase von neun Metern Länge, sechs Metern Breite und über fünf Metern Höhe lässt ein performatives, bewegliches Zentrum entstehen und lädt zum gemeinsamen Ausprobieren ein. Die Blase ist in einem Baustellengerüst positioniert und aus Luftpolsterfolie gefertigt. Einzelne Elemente sind aus transparenter Spiegelfolie und geben so je nach Lichtsituation den Stadtraum wieder oder lassen Einblicke in das Innere der Blase zu. Angeleitet durch die Peformancekünstlerinnen können die PassantInnen einzeln die Blase betreten. Die erste Raumblase ist indessen wieder abgebaut, die Aktion soll aber wiederholt und ausgebaut werden.
Die Installation in Benutzung (Bild: Thilo Schmülgen, TH Köln)

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