Lufttaxi-Landeplattform

Manuel Pestalozzi
27. Mai 2019
Wo die Lufttaxis Bodenberührung aufnehmen, ist von städtebaulicher Relevanz. (Visualisierung: Brandlab/Skyports/Volocopter/GRAFT)

Start up-Ideen bedürfen architektonischer Lösungen. Deshalb gingen der Flugtaxipionier Volocopter und der Drohnen-Infrastrukturspezialist Skyports eine Zusammenarbeit mit GRAFT ein. Das Resultat: ein mobiler Volo-Port-Entwurf. Jetzt soll es schnell gehen.

Noch 2019 soll der erste mobile Volo-Port für die Volocopter-Lufttaxis, mit elektrischem Strom angetriebene Maxidrohnen, fertigstellen werden. In Kooperation mit GRAFT und dem Ingenieurbüro Arup konnte die Berliner Agentur GRAFT Brandlab den internationalen Pitch für die Infrastrukturentwicklung für sich entscheiden. Die Präsentation dieser physischen Landeplattform für sogenannte eVTOLs (electric vertical take-off and landing aircraft) ist während der öffentlichen Testflüge geplant, die Volocopter für die zweite Jahreshälfte in Singapur angekündigt hat. Auf dem GreenTech Festival zeigten beide Partner erstmals die detaillierten Pläne für den Volo-Port.

Die Zugangsseite ist nicht ganz schwellenfrei (Visualisierung: Brandlab/Skyports/Volocopter/GRAFT)

Elementar für den Erfolg von Urban Air Mobility (UAM) allgemein und insbesondere für den Betrieb von Flugtaxis in staugeplagten Städten ist eine flexible Landeinfrastruktur aus sogenannten Vertiports. Vertiports sind, so schreibt GRAFT in ihrer Mitteilung, die einzige notwendige physische Infrastruktur, um in der nahen Zukunft Flugtaxis in Städten in Betrieb zu nehmen. Die Volo-Ports sind so gestaltet, dass Passagiere einen nahtlosen Lufttaxi-Flug erleben können, der sich sicher, effizient und komfortabel anfühlt.

Fluggäste passieren auf dem Weg zum Lufttaxi eine Lounge (Visualisierung: Brandlab/Skyports/Volocopter/GRAFT)

Was von der architektonischen Lösung bislang bekannt ist, wirkt interessant und ansprechend; die Mini-Terminals verfügen über eine kleine Check-in Lounge und erinnern an Kioske. Sie sind entweder über eine kurze, ungedeckte Passerelle mit der Landungsplattform für das Luft-Vehikel verbunden. Oder der Flugtaxi setzt seine lebende Fracht auf einer Hebebühne ab, die sich anschliessend vom Dach- aufs Terminalniveau absenkt. Der Zugang scheint nicht völlig schwellenfrei. Offenbar ist die Lösung dahingehend ausgelegt, dass die Landestellen entweder auf Strasseniveau oder auch auf Dächern von Gebäuden installiert werden könnten. Spannend warten wir auf die Testberichte aus Singapur.

Die Flugtaxis landen entweder auf Dachniveau oder auf einer etwas abgesonderten Plattform (Visualisierung: Brandlab/Skyports/Volocopter/GRAFT)
Die Volo-Ports sind für ganz unterschiedliche Standorte konzipiert (Visualisierung: Brandlab/Skyports/Volocopter/GRAFT)

Verwandte Artikel

Vorgestelltes Projekt

sop architekten

Neue Messe Süd

Andere Artikel in dieser Kategorie