Im reinen Raum

 Katinka Corts
5. September 2018
Bild: Brigida González
Auf dem Campus der Technischen Universität Chemnitz kann im neuen Forschungszentrum MAIN künftig interdisziplinär gearbeitet werden. Heinle, Wischer und Partner Architekten entschieden sich für ein zurückhaltendes Äußeres des Baus im heterogenen Umfeld.
„Materials, Architecture and Integration of Nanomembranes" – dafür steht die Abkürzung MAIN. Wissenschaftler aus den Fakultäten Elektrotechnik- und Informationstechnik, Naturwissenschaften und dem Zentrum für Mikrotechnologien sollen hier besser fachübergreifend zusammen arbeiten können. Am Campus Reichenhainer Straße nimmt der viergeschossige Neubau des Zentrums MAIN Reinräume sowie zahlreiche Labore verschiedener Ausrichtung auf. Ergänzt wird das Raumprogramm durch Büros und einen Konferenzbereich. Als Teil des Technologiecampus besetzt der Neubau auch die Schnittstelle zwischen universitärer Forschung und privater Industrie.
Bild: Brigida González
„Mit MAIN entsteht europaweit ein einzigartiges interdisziplinäres Zentrum zur Untersuchung von anorganischen und hybriden Nanomembranen", so dessen Sprecher Prof. Dr. Oliver G. Schmidt, Inhaber der Professur für Materialsysteme der Nanoelektronik an der TU Chemnitz. „Die bei MAIN relevanten Forschungsthemen führen bereits bestehende exzellente Aktivitäten an der TU Chemnitz zusammen und bilden zudem eine neue Richtung innerhalb des Forschungsschwerpunktfeldes `Intelligente Systeme und Materialien´ unserer Universität", ergänzt Prof. Dr. Heinrich Lang, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Chemnitz.
Bild: Brigida González
Nach außen sollte der Neubau, inmitten einer recht heterogenen Umgebung, zurückhaltend und ruhig wirken. Heinle, Wischer und Partner Architekten entschieden sich für eine feingliedrige Fassade, die mit großmaßstäblichen Einschnitten proportioniert wird. Weißes, gekantetes Metallblech umhüllt das MAIN. Abwechslung in der streng gerasterten Nordseite bringen die geschossübergreifenden Aufenthaltsbereiche. Im Inneren ist das Gebäude fast ausschließlich in strahlendem Weiß gehalten, nur die mit hellem Holz gestalteten Aufenthaltsbereiche heben sich davon ab. Eine Besonderheit ist die massive Metalltreppe, die sich durch das gesamte Gebäude zieht und so einen Luftraum vom Kellergeschoss bis zum Dach schafft.

Die TU stellt eine in Deutschland einmalige Konstellation von Kompetenzen über alle acht Fakultäten hinweg dar: Als international sichtbarer Forschungsstandort ist Chemnitz wichtig für künftige Wertschöpfungsprozesse. Das MAIN wird ermöglichen, die Forschungen im Bereich der Nanomembran-Materialien weiter voranzubringen.
Bild: Brigida González

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