Holzpavillon aus Recycling-Elementen

Manuel Pestalozzi
3. September 2021
Recyceltes Brettsperrholz erhält in diesem eleganten Pavillon quasi die höheren Weihen. (Foto: Hamed Karimian)

Christopher Robeller, Juniorprofessor an der TU Kaiserslautern, ist mit Co-Autor Niklas von Haaren für seine Publikation zum Bau eines Holzpavillons mit Recycling-Elementen ausgezeichnet worden – dem renommierten Yoshikatsu Tsuboi Award.

Der Tsuboi Award wird seit 1991 von der International Association of Shell and Spatial Structures (IASS) verliehen, der Internationalen Vereinigung für Schalen- und Raumstrukturen. Er geht auf den japanischen Professor Yoshikatsu Tsuboi (1907-1990) zurück, der sich als Präsident und Ehrenmitglied der IASS mit seinen herausragenden Beiträgen zum Tragwerksentwurf und zur Architektur einen Namen gemacht hat. Der Award würdigt den besten Fachartikel in der Fachzeitschrift der IASS.

„Recycleshell: Wood-only Shell Structures Made From Cross-Laminated Timber (CLT) Production Waste“ ist der Titel des diesjährigen Preisträgers, auf Deutsch abgekürzt „Reine Holz-Schalenstrukturen aus Abfall-Brettsperrholz“. Der Co-Autor des Beitrags ist auch der Vater des Gegenstandes, der in ihm erläutert wird; Professor Christopher Robeller hat mit seinem Team den kuppelartigen Pavillon entworfen, der mit einer Spannweite von zwölf Metern eine Fläche von 100 Quadratmetern überdeckt. Er steht am Eingang des künftigen Holz-Forschungscampus des Fachbereichs Architektur der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) im Diemersteiner Tal, in der Nähe von Kaiserslautern.

Die skulpturale Struktur steht am Eingang des neuen Holzforschungscampus der TUK. (Foto: Hamed Karimian)

Gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Holzbauunternehmen CLTech sammelte und bearbeitete das Team Recycling-Abschnitte aus der Produktion von Brettsperrholz. Wie beim Entwurf kam auch bei der Fertigung digitale Technik zum Einsatz. Der Bau des Pavillons ist vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium und CLTech gefördert worden. Zudem hat die Gemeinde Frankenstein das Vorhaben unterstützt. Christopher Robeller ist mittlerweile als Professor für Digitales Planen und Bauen an der Hochschule Bremen.

Der Wandel vom Verschnitt zum Kuppelbaustein erfolgte mit digitaler Unterstützung. (Foto: CL Tech GmbH)

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