Gymnasium für Düsseldorf-Grafental

Manuel Pestalozzi
25. Mai 2021
Der Schulhausentwurf beruht auf einer Clusterstruktur. Der geschützte Baumbestand soll geschont werden. (Visualisierung: ©SHA Scheffler Helbich Architekten und GINA Barcelona Architects)

Eine deutsch-katalonische Planungsgemeinschaft konnte den Wettbewerb für den Neubau des Gymnasiums Heinzelmännchenweg in Düsseldorf-Grafental für sich entscheiden. Sie wurde nun von der Stadt mit der Planung beauftragt.

Der Neubau des „Städtischen Gymnasiums Heinzelmännchenweg“ ist Teil des vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschlossenen schulorganisatorischen Maßnahmenpaketes. Das vierzügige Gymnasium mit Dreifeldsporthalle wird auf einem Grundstück am Rande des sich noch im Bau befindlichen Wohngebietes Düsseldorf-Grafental zwischen Grafenberg und Düsseltal entstehen.

Die Planungsgemeinschaft SHA Scheffler Helbich Architekten aus Dortmund mit GINA Architects aus Barcelona schafft es gemäß Preisgericht mit seinem städtebaulichen Konzept, dem Ort dank einer signifikanten, städtebaulichen Figur eine hohe Identität zu geben. Fünf zusammenhängende Kuben gleichen den Maßstabssprung zwischen der südlich gelegenen kleinteiligen Einfamilienhaussiedlung und einem neu geplante Mehrfamilienhausquartier aus. Sowohl in der ansteigenden Höhenentwicklung als auch in der versetzten, additiven Anordnung der Baukörper wird eine angenehme Maßstäblichkeit erreicht, die den Ort aufwertet.

Für Urbanität sorgt ein gut proportionierter, rechteckiger Platz der sich vor dem Schuleingang, der Sporthalle und dem Quartiershochpunkt aufspannt. Eine Glasbrücke zwischen Gymnasium und Sporthalle verbindet nicht nur beide Gebäude miteinander, sondern bildet einen transparenten Abschluss der langen Achse der Hohenzollern Allee. Als einzige der beteiligten Projektteams schlugen die Verfasser*innen ein dezentrales Nutzungskonzept vor, das nach Urteil des Preisgerichts zukünftig auch zu Zeiten von Pandemien umgesetzt werden kann. Aufgrund des relativ kleinen ökologischen Fußabdrucks, der einfachen und geometrischen Grundrisse und dem günstigen BGF/NUF-Verhältnis ist mit einer mittleren, bis hohen Wirtschaftlichkeit zu rechnen. Der Baustart ist für den Sommer 2023 terminiert.

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