Experimenteller Holzbau

Manuel Pestalozzi
27. Oktober 2020
Am Entwurf des ersten Gebäudes des T-Lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe wirkten Studierende mit. Auch bei der Realisierung sollen sie nun Hand anlegen. (Visualisierung: Nicolai Becker Images)

Im Diemersteiner Tal entsteht ein Versuchslabor für innovativen und experimentellen Holzbau. Kürzlich hat der Forschungsbereich T-Lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe der TU Kaiserslautern (TUK) die Genehmigung für das erste Gebäude erhalten.

Das Diemensteiner Tal befindet sich im Landkreis Kaiserslautern im Westen Deutschlands und windet sich durch den Pfälzerwald, bevor es nahe der Burgruine Frankenstein endet. Die TUK ist im Tal bereits mit der Villa Denis und dem zugehörigen Gästehaus vertreten und ebenso Pächterin des benachbarten Grundstücks, auf dem künftig der T-Lab Campus Diemerstein für die angewandte Holzbauforschung entstehen wird. Der Bebauungsplan für die zur Verfügung stehenden rund 3'700 Quadratmeter ist erstellt. Nach und nach sollen nun vis-à-vis der Villa Denis Holz- und Versuchsbauten mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten entstehen.

Das Tragwerk der Werk- und Forschungshalle wird aus 13 Dreigelenkrahmen in Buchenfurnierschichtholz bestehen. (Visualisierung: Bernhard Friese)

Das Auftaktbegäude ist eine Werk- und Forschungshalle. Sie bietet eine flexibel nutzbare Fläche von rund 360 Quadratmetern und eignet sich für Veranstaltungen oder den Bau und die Montage von Mock-ups und Demonstratoren im Rahmen laufender Forschungsprojekte. Für die Primärkonstruktion, die Fassade sowie den Ausbau soll Holz zum Einsatz kommen. Der längs zum Tal ausgerichtete Neubau soll den Kriterien einer konsequenten Kreislaufwirtschaft aller Bauprodukte, Bauelemente und Bauteile entsprechen. Die Planungsgrundlagen sowie das Entwurfskonzept sind in mehreren gemeinsamen Lehrveranstaltungen der Fachgebiete Baukonstruktion und Entwerfen (Professor Stephan Birk) sowie Tragwerk und Material (Professor Dr.-Ing. Jürgen Graf) mit Studierenden entstanden. Die weitere integrale Planung erfolgt gleichfalls durch die beiden Fachbereiche sowie mit Unterstützung von externen Partnern, darunter die TH Bingen mit den Lehrstühlen der Professoren Andreas Winkels und Martin Pudlik. Die bauliche Umsetzung soll mit ausgesuchten Firmen sowie unter Beteiligung der Student*innen geschehen.

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