Erweiterung Bucerius Law School

Manuel Pestalozzi
19. Juli 2021
Den neuen südöstlichen Abschluss der Zeile mit den Institutsbauten bildet das Siegerprojekt als repräsentative und transparente „Pforte zur Stadt” aus. (Visualisierung: Kraus Schönberg Architekten)

Die 2000 gegründete Bildungsinstitution in will am zentralen Standort in der Nähe des Bahnhofs Hamburg-Dammtor expandieren. Das Siegerprojekt aus dem Architekturwettbewerb ergänzt den Bestand um zwei Bauten und fasst den Ostteil des Parks Planten un Blomen ein.

Die Bucerius Law School (BLS) wurde im Jahr 2000 von der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius nach dem Vorbild US-amerikanischer Law Schools gegründet. Sie gilt erste private Hochschule für Rechtswissenschaft in Deutschland und trägt den Namen des Verlegers und Politikers Gerd Bucerius (1906-1995). Die Hochschule befindet sich im ehemaligen Museums- und Institutsgebäude der botanischen Fakultät der Universität Hamburg aus der Gründerzeit. Die historischen Bauten bilden eine winkelförmige, strassenbegleitende Zeile, welche eine Partie des Parkgeländes Planten un Blomen nach Westen begrenzt. Am nordöstlichen Ende der Zeile und im Park wurden bereits zwei Neubauten errichtet.

Der Architekturwettbewerb hatte die Verlängerung der Bauzeile an beiden Enden zum Ziel. Es waren somit zwei Baufelder zu bearbeiten. Aus den Wettbewerbsbeiträgen von 12 teilnehmenden Architektenbüros hat sich die Jury einstimmig für den Entwurf des Hamburger Büros Kraus Schönberg Architekten entschieden. Es besetzte das südöstliche Baufeld mit einem Haupteingang zum Campus BLS als zur Stadt gekehrte repräsentative und transparente “Pforte zur Stadt”. Am nordöstlichen Ende der Zeile sieht das Projekt eine „Studentenwerkstatt” vor. Sie beinhaltet studentische Lern- und Lehrfunktionen, ermöglicht ein freies Arbeiten in der Aula und die Entfaltung in kommunikativen Begegnungsräumen. 

Der Campus erhält zwei zusätzliche Haupteingänge. (Plan: Kraus Schönberg Architekten)

Die zwei Ergänzungsbauten des Siegerprojekts sind in die parkähnliche Landschaft integriert und bringen und die historischen Zusammenhänge in den Wallanlagen zum Ausdruck. Der nordöstliche Trakt geht eine enge Verbindung mit dem nahen Tropengewächshäusern des Botanischen Gartens ein, er soll teilweise eine Tragstruktur aus Holz erhalten. Im Innenraum bieten die Entwürfe besonders atmosphärische Orte des Lehrens, Lernens und des Austausches an. „Die Zukunft wartet nicht – wir auch nicht“, lautet das Motto der BLS. Bald wird die Öffentlichkeit erfahren, wie es mit diesem Vorhaben weitergeht.

Der nordöstliche Abschluss des Campus grenzt an die bestehenden Tropengewächshäuser des Botanischen Gartens. (Visualisierung: Kraus Schönberg Architekten)

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