Erneuerung des Campus Deutz

 Manuel Pestalozzi
17. Dezember 2018
Eines der beiden siegreichen Projekte für das neue Hörsaalzentrum. Bild: Ferdinand Heide Architekt Planungsgesellschaft mbH
Aus den Architekturwettbewerben für die ersten beiden Ersatzneubauten am Campus TH Köln stehen die Ergebnisse in den jeweils zweistufigen Verfahren fest. Die Projekte gelten durch ihren stilbildenden Charakter als Initialzündung für die Erneuerung.
Die TH Köln wurde 1971 als Fachhochschule Köln gegründet und zählt sich zu den innovativsten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Für die Modernisierung ihres Campus Deutz durch sukzessiven Neubau stellt das Land NRW 280 Millionen Euro bereit. Gebaut wird nach dem städtebaulichen Masterplan, der auf dem 2012 abgeschlossenen städtebaulichen Wettbewerb basiert und vom BLB NRW gemeinsam mit der TH Köln und der Stadt Köln verabschiedet worden ist. Geplant sind drei Bauphasen.
Masterplan für den Campus Deutz mit Bauabschnitten. Bild: TH Köln/BLB NRW
Gebäude A: Mischnutzung für Fakultäten und Verwaltung
Für das erste neue Gebäude (Gebäude A) hat das Preisgericht drei Preise zuerkannt: Mit einem Preisgeld von 36‘000 Euro (netto) wurde der Entwurf von wulf architekten gmbh, Stuttgart, ausgezeichnet; der zweite Preis (27‘000 Euro, netto) ging an Schuster Architekten, Düsseldorf. Den dritten Platz, dotiert mit 18‘000 Euro (netto), belegt das Büro Riepl Riepl Architekten ZT GmbH, Linz (Österreich).
 
Gemeinsam mit der Hochschulbibliothek sowie dem Parkhaus P1 umschließt das Gebäude A als Ensemble den zentralen Campusplatz von Süden. Mit seiner Lage zum Deutzer Ring ist es ein wichtiger Baustein im architektonischen Bild der Stadt. Es soll verschiedenen Nutzergruppen dienen: So gibt es Raum für Fakultäten, Hochschulverwaltung, Campus IT und externe Nutzerinnen und Nutzer. Auch das Archiv der Hochschulbibliothek und die Technikzentrale für den gesamten neuen Campus werden hier untergebracht. Neben der Konzeption des Gebäudes sollte auch das Parkhaus mit 350 Stellplätzen mitgeplant werden. Zudem war die gestalterische Einbindung der Bibliothek in das Gesamtgebilde des Neubaus mit zu bedenken. Das Gebäude soll insgesamt 7‘370 m² Nutzungsfläche umfassen, verteilt auf bis zu sechs Ebenen.
Siegerprojekt für das Gebäude A. Bild: wulf architekten gmbh
Gebäude B: Neues Hörsaalzentrum
Für das geplante Hörsaalzentrum (Gebäude B) hat das Preisgericht den Entwürfen des Büros Staab Architekten GmbH, Berlin, sowie Ferdinand Heide Architekt Planungsgesellschaft mbH, Frankfurt, jeweils ein Preisgeld von 29‘250 Euro (netto) zugesprochen. Eine mit 6‘500 Euro (netto) dotierte Anerkennung ging an Caramel Architekten zt-gmbh, Linz (Österreich). Der Wettbewerb wurde – wie bei Gebäude A – als beschränkter Wettbewerb mit zwei Bearbeitungsphasen ausgelobt.
 
Das Hörsaalzentrum wird auf dem Campus ein neuer zentraler Anlaufpunkt sein; zugleich definiert es als lebendiger und offener Ort die neue Adresse der Hochschule an deren Nordeingang. Als erstem Realisierungsbaustein kommt diesem Gebäude und seiner Ausstrahlung auch für die weitere Entwicklung des neuen Campus eine besondere Bedeutung zu. Insgesamt 3‘450 m² Nutzungsfläche sind für zentrale Lehrflächen, studentische Arbeitsräume sowie Räume der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung und der Hochschulverwaltung vorgesehen. Die Gebäudehöhe ist auf maximal 22 Meter festgelegt.
 
Die Baumaßnahmen werden nach derzeitigem Stand 2023/2024 starten. Noch bis zum 20. Dezember 2018 werden die Wettbewerbsergebnisse im Foyer des Campus Deutz präsentiert. Das Foyer ist geöffnet von 8 Uhr bis 23 Uhr.
 
Das zweite Siegerprojekt für das Hörsaalzentrum. Bild: Staab Architekten GmbH

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