Ein neues Theater für Schleswig

Manuel Pestalozzi
28. Januar 2020
Visualisierung: ppp architekten + stadtplaner

Beim Ufer der Schlei, auf dem ehemaligen Kasernengelände „Auf der Freiheit“ beabsichtigt die Stadt Schleswig den Umbau eines Theaters in ein Kulturhaus. Den Wettbewerb gewannen ppp architekten + stadtplaner aus Lübeck und Hamburg.

Das städtebaulich-freiraumplanerische Konzept des Entwurfs von ppp thematisiert die landschaftlich hochwertige Lage; das Theatergebäude wird als Solitär in einer Parklandschaft am Ufer der Schlei freigestellt. Blickbeziehungen aus dem Theater aufs Wasser und vom Wasser auf das Theater nennt das Entwurfsteam das zentrale Thema im Freiraum.

Plan: ppp architekten + stadtplaner

Das bestehende Gebäude ist topografisch erhöht, mit einem Untergeschoss auf Terrainhöhe. Durch den Ausbau der EG-Decke des Saales schafft es das Projekt, diesem eine angemessene Raumhöhe zu geben und gleichzeitig eine höhengleiche Haupterschließung für ein neues Foyer zu schaffen. Es wird dem Bestandssaal als Verlängerung nach Südosten angefügt und leitet direkt in die neue Erdgeschossebene des Saals über.

Der Vorschlag, dem gesamten Volumen inklusive dem erwähnten Foyer und einem ebenfalls neuen Bühnenturm eine einheitliche Fassadenhülle regelrecht „überzustülpen“, wurde vom Preisgericht kontrovers diskutiert. Die Ablesbarkeit zwischen alt und neu verschwimmt, lautete ein kritisches Votum.

Anschließend an den Wettbewerb erfolgt die Beauftragung des Architekten und voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres die Abgabe des Bauantrag, sodass Mitte 2021 die Umsetzung beginnen soll. Vorausgesetzt alle einbezogenen Parameter verändern sich nicht, wird Mitte 2023 die Eröffnung des Kulturhauses Auf der Freiheit in Schleswig für etwa zwölf Millionen Euro erfolgen, meldet Schleswig Lebt!

Visualisierung: ppp architekten + stadtplaner

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