DAM wird saniert

Manuel Pestalozzi
5. November 2019
Bin dann bald mal eine Weile zu, heißt es beim Stammhaus des Deutschen Architekturmuseums. (Foto: Moritz Bernoully)

Im Deutschen Architekturmuseum am Schaumainkai in Frankfurt am Main ist es mal zu kühl, mal zu heiß. Und der Brandschutz lässt sehr zu wünschen übrig. Deshalb steht eine Sanierung in großem Umfang an.

„Ich freue mich sehr, dass das Museum, welches sich tagtäglich mit der Architektur weltweit beschäftigt, jetzt einmal selbst im Mittelpunkt steht und von den umfangreichen Sanierungsarbeiten profitiert“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) der Frankfurter Rundschau. Die letzten substanziellen Eingriffe in der Doppelhaus-Villa im Stadtteil Sachsenhausen-Nord sind jene von Oswald Mathias Ungers. Sie wurden in den frühen 1980er-Jahren vorgenommen.

Offenbar herrscht Handlungsbedarf. Die klimatischen Bedingungen im Eingangsbereich werden als miserabel bezeichnet. Im Sommer heize sich der Bereich aufgrund der Glasdächer sehr stark auf, im Winter erreiche der Bereich keine ausreichend warme Raumtemperatur, wusste die Kulturdezernentin dem Rundschau-Reporter zu berichten. Und der Brandschutz … Zwar wurde bereits 2010 in den Treppenhäusern an ihm gearbeitet, doch in dieser Hinsicht scheint es am Schaumainkai es eine lange Mängelliste zu geben.

Offenbar wird die Sanierung, sie soll 2021 starten und rund zwei Jahre dauern, keine architektonische sondern eine rein technische sein. Gesprochen wird vom Austausch aller Glasfassaden und -dächer, von der Dämmung der Außenwände – Maßnahmen die doch ein relativ hohes ästhetisches Zerstörungspotenzial haben. Ein gestalterisches Konzept ist bisher nicht bekannt. Für die Zeit der Arbeiten wird für das Museum nach einem Ausweichquartier gesucht.

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