Bauhaus: Rückblick und Ausschau als Symposium

Katinka Corts
23. Mai 2019
Arnold Dreyblatt: Performance Protocols of the Future, Kunstmuseum Bern, 2019 (Foto: Arnold Dreyblatt)

In der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz findet zum Wochenausklang ein zweitägiges Symposium zum Bauhaus und dessen Auswirkungen auf Kunst und Architektur statt.

Konzepte und alternative Modelle zum Bauhaus stehen am Freitag im Mittelpunkt. Ab dem frühen Nachmittag (begonnen wird 14 Uhr) erläutern u.a. Werner Durth, Wulf Herzogenrath und Wolfgang Pehnt die Geschichte und Rezeption des Bauhauses. Von Vladimír Šlapeta ist ein Exkurs zum Bauhaus in der Tschechoslowakei zu hören. Mit der szenischen Lesung „Education and Democracy – Anni and Josef Albers at Black Mountain College, 1933–1949“, schließt Arnold Dreyblatt den Tag.
Am zweiten Veranstaltungstag sprechen Akademie-Mitglieder und Gäste aus den Bereichen Kunst, Architektur und Wissenschaft über den Mythos und die Dogmen rund um ‚100 Jahre Bauhaus‘. Moderiert von Matthias Flügge erläutert dann zum Beispiel Jean-Louis Cohen „Rezeption und Exil von Paris bis Sibirien“ und Winfried Brenne wendet sich der Stadt Tel Aviv zu, in der die Moderne zur Nationalarchitektur wurde. Am Nachmittag thematisiert Birgit Hein die Filmtradition des Bauhauses, die mehr auf theoretische Schriften von Moholy-Nagy und Theo van Doesburg fußt, denn auf realisierte Filme (auch nachzulesen in Heins Beitrag in „Maske und Kothurn“, Band 57, 2013). Beim abschließenden Podiumsgespräch werden unter Moderation von Matthias Sauerbruch Konstantin Grcic, Olaf Nicolai und Karin Sander auf die Bühne kommen.

Alle Vortragenden sowie die Uhrzeiten der Vorträge sind hier aufgeführt. Es gibt Tages- und Kombitickets. Ort: Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte

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