Aus und vorbei

 Katinka Corts
14. November 2018
Die WerkBundStadt im Modell (Bild: WerkBund Berlin)
In der WerkBundStadt sollten 1100 Wohnungen in einem neuen Quartier entstehen, so sah es die Planung 2016 vor. Jetzt ist das Projekt am Berliner Spreeufer gescheitert und die beteiligten Parteien beschuldigen sich gegenseitig.
„Die neuen Eigentümer sind offensichtlich nicht bereit, die Regeln der Zielvereinbarung einzuhalten; denn nicht mehr und nicht weniger haben wir verlangt“, las man vom Vorstandsvorsitzende des Deutschen Werkbunds Berlin e.V. Uli Hellweg kürzlich. Das Modellprojekt, an dem bereits 32 Architekturbüros gearbeitet und Entwürfe für eine kleinteilige Bebauung und ein neues städtisches Wohnen am Berliner Spreeufer entwickelt hatten, ist damit hinfällig. Mit den früheren Eigentümern und dem Bezirk hatte es eine solche Zielvereinbarung gegeben. Diese besagte unter anderem, dass "modellhaft", "parzellenorientiert" und "mit individueller Architektur" gebaut werden solle. Zudem sollten die Urheber der WerkbundStadt mit weiteren Entwurfs- und Planungsleistungen beauftragt werden. Ungeschickt nur, dass das zu bebauende Areal indessen durch mehrere Hände ging und die aktuellen Eigentümer an dieser Vereinbarung nicht mehr festhalten. Mitte Oktober bat der Deutsche Werkbund Berlin e.V. zusammen mit den Architektenvertretern der „WerkbundStadt“ die Eigentümer schriftlich um Stellungnahme zu ihrer Vertragstreue; die Absage des Modellprojekts durch die neue Investorengemeinschaft „Am Spreebord“ bedauert der Verein.

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