Auf dem Wasser

Katinka Corts
22. Juni 2016
Besucherandrang ab dem ersten Tag: The Floating Piers auf dem Iseo-See (Bild: thefloatingpiers.com)

Seit vergangenem Wochenende ist der Wassersteg The Floating Piers auf dem norditalienischen Iseo-See öffentlich und frei zugänglich.

Das gelbe Material erinnert an «The Gates» – das letzte Projekt, das Christo gemeinsam mit seiner Frau Jeanne-Claude im Central Park in New York zeigte. Die nun temporär zu sehende Installation The Floating Piers verbindet den Ort Sulzano mit der Monte Isola und dem Eiland San Paolo.

Für den Steg mussten in einem Werk in Fondotoce am Lago Maggiore 220’000 hochdichte Polyethylen-Würfel hergestellt und zunächst in 100x16 Meter großen Teilen auf dem Iseo-See zusammengefügt werden. In kompletter Länge auf dem Wasser miteinander verbunden, wurden sie mit Filzmatten abgedeckt. Die letzte Schicht ist ein gelb-orange leuchtender Überzug, der in Lübeck bei geo – die Luftwerker auf die richtige Größe genäht wurde. Bei der Eröffnung sagte Christo, er empfehle den Spaziergang mit nackten Füßen. Und er hoffe auf trockeneres Wetter, damit die Farbe schöner zur Geltung kommt.

Bereits am Eröffnungstag besuchten mehr als 55’000 Menschen den Steg, der gleichzeitig von 11’000 Personen betreten werden kann. Schlange stehen also schon am ersten Tag, und die Organisatoren gehen von einem weiteren Besucheransturm aus. Bis zum 3. Juli ist, bei geeigneter Witterung, der «Gang auf dem Wasser» noch möglich.

Vormontage auf dem Wasser (Bild: thefloatingpiers.com)
Auch die Privatinsel San Paolo ist nun direkt erreichbar (Bild: thefloatingpiers.com)

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