Architektur-Exzellenzcluster

Manuel Pestalozzi
24. Juni 2021
Robotische Montageverfahren und digitale Assistenzsysteme für den Bau von mehrgeschossigen Gebäuden sind ein Forschungsthema im IntCDC. (Visualisierung: Exzellenzcluster IntCDC – Universität Stuttgart)

Forschung und Industrie suchen stets neue Modi der Zusammenarbeit. Offen dafür ist auch das Exzellenzcluster „Integratives Planen und Bauen für die Architektur“ (IntCDC) der Universität Stuttgart. Eben vermeldete er den Beitritt der Stuttgarter Ed. Züblin AG zu seinem „Industry Consortium“ (IC).

An allen Fronten rückt die Digitalisierung in der Architektur, der Planung und der allgemeinen Bautätigkeit vor. Deshalb wurde 2019 an der Universität Stuttgart und dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, ebenfalls in Stuttgart beheimatet, das Exzellenzcluster „Integrative Computational Design and Construction for Architecture“ (IntCDC) gegründet. Aktuell markiert es Präsenz an der Architekturbiennale in Venedig, mit der „Maison Fibre“.

Die Universität bemüht sich um einen regen Austausch mit der Privatindustrie. Deshalb hat es ein „Industry Consortium“ (IC) etabliert. Dieses will zu der frühen Karriereförderung von Doktorand*innen sowie Postdoktorand*innen in Form von Mentoring und Beratung sowie durch gegenseitige Forschungsaufenthalte beitragen. Berufliche Beziehungen sollen dadurch angebahnt und perspektivisch aufgebaut werden. Im Visier sind Industriekarrieren für erfolgreiche Forscher*innen. Mit dem IC möchte man auch den direkten Wissensaustausch, den Transfer und die schnelle Überführung der Forschungsergebnisse in die Anwendung fördern und innovative Lösungen auf Pilotbaustellen erproben.

Mit der Ed. Züblin AG mit Sitz in Stuttgart, einem der größten deutschen Bauunternehmen, das heute Teil des österreichischen Strabag-Konzerns ist, ließ sich ein bedeutendes IC-Mitglied vermelden. „In der systematischen Verzahnung der Planungs- und Bauprozesse sehen wir bei Züblin einen Schlüssel zum nachhaltigen Bauen der Zukunft. Alle Bau-Beteiligten müssen viel stärker zusammenarbeiten, um die enormen Herausforderungen zu meistern, vor denen der Bausektor steht: Innovative Lösungen zu Klimaneutralität und Ressourceneffizienz erfordern einen interdisziplinären Schulterschluss“, wird Züblin-Vorstand Dr. Ulrich Klotz in der Pressemitteilung der Universität Stuttgart zitiert. Es bleibt zu hoffen, dass die Art der Zusammenarbeit zwischen staatlicher Institution und der Privatwirtschaft wie auch deren Resultate regelmäßig und offen kommuniziert werden.

An der aktuellen Architekturbiennale in Venedig ist das IntCDC mit der „Maison Fibre“ präsent. (Foto: Exzellenzcluster IntCDC – Universität Stuttgart)

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