Angepasst, umgenutzt, recycelt

Elias Baumgarten
28. September 2020
Foto: Kelly Lacy via Pexels

Die Wieder- und Weiterverwertung von Quartieren, Gebäuden, Bauteilen und Materialien könnte ein wichtiger Beitrag zum Schutz unserer Umwelt sein. Vom 1. bis 3. Oktober 2020 werden in der Schweiz konkrete Projekte diskutiert und Lösungsansätze besprochen. Eine gute Gelegenheit, erfolgsversprechende Methoden und Ideen kennenzulernen. Die Reise ins Nachbarland lohnt.

Dass unser Ressourcenverbrauch sinken muss und wir weniger Abfall produzieren sollten, würden wohl die wenigsten bestreiten wollen. Doch während es einfach ist, mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu mahnen, scheint extrem schwer, sich selbst einzuschränken: An unserem Konsumverhalten hat sich zuletzt wenig geändert. Gehen Dinge kaputt oder sind einfach nicht mehr schick genug, wird sogleich etwas Neues angeschafft. Dieselbe Wegwerfmentalität herrscht in der Bauwirtschaft vor: In Deutschland und ganz Mitteleuropa ist sie für mehr als die Hälfte des Abfalls verantwortlich. Ändern möchte das das i2a istituto internazionale di architettura in Lugano im schönen Süden der Schweiz: An der „Schweizer Biennale des Territoriums“, die von Ludovica Molo, Caspar Schärer, Cyril Veillon und Ariane Widmer konzipiert und organisiert wurde, soll es vom 1. bis 3. Oktober um Wieder- und Weiterverwertung gehen. Unterstützt wird der Anlass unter anderem vom Bund Schweizer Architekten (BSA). Ziel ist, Kontinuität und Dauerhaftigkeit als Werte gegen maßlosen Konsum und Verschwendung in Stellung zu bringen. Denkerinnen, Raumplaner, Urbanisten und Architektinnen sind eingeladen, miteinander über Projekte auf unterschiedliche Maßstabsebenen vom kleinen Haus bis zum Quartier zu diskutieren. Gemeinsam sollen so erfolgsversprechende Methoden, Ansätze und Ideen geborgen werden. Die Anreise ins Tessin lohnt sich gewiss. Die Teilnahme kostet je nach Ticket umgerechnet zwischen 56 (für Student*innen) und 120 Euro.

Das detaillierte Programm finden Sie auf der Website der vierten Biennale des i2a.
 
Die Teilnahme an zwei Veranstaltungstagen kostet CHF 130. Tageskarten sind für CHF 80 erhältlich, der reduzierte Preis beträgt CHF 60.
 
Die Anmeldung erfolgt via [email protected]
 
Die Einzahlung der Teilnahmegebühr nehmen Sie bitte auf folgendes Konto vor:
 
i2a friends 
Banca Raiffeisen Basso Ceresio
CH46 8028 7000 0059 1439 0

i2a-Direktorin und BSA-Präsidentin Ludovica Molo im Interview mit Susanna Koeberle

Das Buch „Upcycling“ von Daniel Stockhammer und dem Institut für Architektur und Raumentwicklung der Universität Liechtenstein ist ein Plädoyer für die Wieder- und Weiterverwendung von Materialien und Bauelementen.

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