Andrea Gebhard ausgezeichnet

Manuel Pestalozzi
22. November 2021
Die Preisträgerin Andrea Gebhard ist seit Mai 2021 Präsidentin der Bundesarchitektenkammer. (Foto: © Laurence Chaperon, Berlin)

Der diesjährige Architekturpreis der Landeshauptstadt München geht an die Landschaftsarchitektin Andrea Gebhard. Sie hat wesentlichen Anteil an der guten Durchgrünung der Stadt. Gewürdigt wird auch ihr großes persönliches Engagement in zahlreichen Gremien.

Der Architekturpreis der Landeshauptstadt München wird alle drei Jahre vergeben. Ausgezeichnet werden in erster Linie qualitativ herausragende gestalterische Leistungen in der Planung und Realisation von Projekten, die geehrten Persönlichkeiten müssen in München oder der Region München leben und eine für das dortige Kunstleben bedeutsame Leistung erbracht haben. Andrea Gebhard erfüllt diese Bedingungen auf mehrfachen Ebenen: Gemeinsam mit ihrem Mann Johannes Mahl ist sie Büroinhaberin von mahl-gebhardkonzepte in München. Als langjährige Leiterin der Abteilung Grünplanung im Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München, als Geschäftsführerin der BUGA 2005 in München, als Vorsitzende der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und als aktive Vertreterin im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten geht ihre Auseinandersetzung mit Fragen zur lebenswerten Stadt und deren Beziehung zur Landschaft weit über das übliche Maß hinaus, schreibt die die elfköpfige Jury des Preises, die unter dem Vorsitz des Kulturreferenten Anton Biebl ihren Beschluss fasste.

Der über 40.000m2 große Oberfeldwiesenpark nordwestlich von Münchens Olympiagelände bietet allen Generationen etwas. (Foto: © mgk / Marcus Hassler)

Besonders hervorgehoben werden Andrea Gebhards landes- und bundesweiter, oft auch kritischer Einsatz zu städtebaulichen und landschaftsarchitektonischen Fragestellungen, wie derzeit zum Thema des Bayerischen Landesentwicklungsprogramms LEP. Dabei scheue sie auch konfliktreiche Themen nicht. In Sachen Erhaltung nachhaltiger und zukunftsfähiger Landschaftsräume, in Fragen zur städtebaulich verträglichen Dichte oder zu Themen der Qualität des öffentlichen Raumes beziehe sie deutlich eine eigenständige, differenzierte und couragierte Haltung.

Die Freiflächen mit ihren integrierten Spielflächen sollen in Münchens Stadtquartier „Baumkirchen Mitte“ im Westen des Zentrums zum Verweilen und Erholen einladen. (Foto: © mgk / Marcus Hassler)

Zum ersten Mal wurde dieser Preis einer Persönlichkeit aus der Landschaftsarchitektur zugesprochen. Dass diesem Berufsstand wachsende Beachtung geschenkt wird, zeigt auch die Ernennung von Andrea Gebhard zur Präsidentin der Bundesarchitektenkammer in diesem Frühling. „Landschaftsarchitektur sucht im Spannungsfeld der Planungen von Architektur, Städtebau und Infrastruktur nach neuen räumlichen Aussagen, kulturellen Eigenarten und gestalterischen Perspektiven. Hierbei ist die Rückkopplung von Landschaftsarchitektur mit den gesellschaftlichen Strukturen und zeitgenössischen Kontexten nicht nur notwendig, sondern unerlässlich“, schreiben mahl gebhard konzepte.

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