Wohnwelten

Katinka Corts
12. Februar 2020
Yojigen Poketto Apartment von elii (Küchenzeile und Schlafbereich), Madrid, 2017 (© elii [oficina de arquitectura], Foto: Imagen Subliminal – Miguel de Guzmán + Rocío Romero)

Die neue „Home Stories“-Ausstellung führt den Besucher auf eine Reise in die Vergangenheit. Gesellschaftliche, politische und technische Veränderungen sind in unserem Wohnumfeld ablesbar, wie sich zeigt.  

Während soziale und architektonische Themen wie die Frage nach bezahlbarem Wohnraum heute lebhaft debattiert werden, findet eine ernsthafte gesellschaftliche Auseinandersetzung über das Wohninterieur nicht statt, so die Kuratoren. In „Home Stories“ sollen die ausgewählten Interieurs zeigen, in welchem Maße die Gestaltung von Wohnräumen durch einzelne Gestalterpersönlichkeiten, aber stets auch durch Einflüsse aus Kunst, Architektur, Mode oder Set-Design beeinflusst werden. Während viele Interieurs heute eine von Möbelanbietern oder Instagram vorgelebte Monotonie aufweisen, zeigt die Ausstellung mit einer Fülle von Exponaten, was für eine reiche, überraschende Disziplin Interior Design sein kann. 

Die begleitende Publikation bietet einen umfassenden Blick auf die Gestaltung von Wohnräumen. Es stellt zwanzig ikonische Wohninterieurs vor – von der Gegenwart bis zurück in die 1920er-Jahre. Sie stammen von Architekten und Designern wie Assemble, Arno Brandlhuber, Lina Bo Bardi und Josef Frank, von Künstlern wie Cecil Beaton und Andy Warhol. Die Ausstellung ist bis zum 23. August zu besichtigen.

Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs

Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs
Mateo Kries, Jochen Eisenbrand (Herausgeber)

25 × 25,5 cm
320 Seiten
500 Illustrationen
Softcover, mit Klappen
ISBN 9783945852378
Vitra Design Museum
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