Kontinuierliche Rekonfiguration

 Katinka Corts
3. Oktober 2018
ICD Aggregat Pavillon 2018, Detail (Bild: ICD Universität Stuttgart)
Was wäre, wenn in der Architektur Zyklen, die in der Natur vorkommen, nachgeahmt werden könnten? Im ICD Aggregat Pavillon 2018 zeigt das Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung der Universität Stuttgart die neuesten Ergebnisse aus 10 Jahren Forschung.
Beim ICD Aggregat Pavillon 2018 handle es sich um den ersten vollständig umschlossenen architektonischen Raum, der aus einem spezifisch dafür entworfenen Granulat besteht, in dem die Partikel nur in losem Reibkontakt stehen. Die 70'000 sternförmigen, weiße Partikel bestehen aus recyceltem Kunststoff. Ein großformatiges Robotersystem, das schnell einsetzbar ist, hat den Raum vor Ort "geschüttet". 

Ungebundene granulare Materialien zeigten die einzigartige Eigenschaft, sowohl den stabilen Charakter von Festkörpern als auch die schnelle Rekonfigurierbarkeit einer Flüssigkeit annehmen zu können. Mit derlei Partikeln sei es möglich, selbsttragende Raumstrukturen zu bilden, die dennoch anpassungsfähig sind und wiederverwendbar bleiben.

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