KaDeWe-Sanierung von OMA in Berlin

John Hill
13. Oktober 2021
Foto: Marco Cappelletti, courtesy of OMA

Der erste von vier Teilen, die OMA – Office for Metropolitan Architecture – für das KaDeWe geplant hat, ist eröffnet. Der Masterplan zur Renovierung des größten Warenhauses Kontinentaleuropas stammt aus dem Jahr 2016 und splittet das Gebäude in Quadranten auf.

Jeder Teil des Hauses wird einen eigenen Verkehrskern erhalten, der die Erschließung des Gebäude vereinfacht. Im Bericht von 2016 sieht man das Rendering eines Rolltreppenkerns, bei dem sich jede Rolltreppe im Verhältnis zu der darunter liegenden um einige Grad verschiebt und jede kreisförmige Öffnung zunehmend größer wird. Dieser Quadrant scheint nun der erste zu sein, der fertiggestellt wird. „Anstatt das bestehende Gebäude als eine einzige Masse zu behandeln“, so OMA in einer Erklärung, „führt das Projekt vier Quadranten ein, die die ursprüngliche Masse in kleinere, leicht zugängliche und steuerbare Sektoren unterteilen. Mit diesem Projekt reagieren OMA und KaDeWe auf die sich beschleunigenden Veränderungen im Verbraucherverhalten und die Herausforderungen, die der Online-Handel für das traditionelle Kaufhaus bedeutet.“

Modell der vier Quadranten mit dem fertigen Rolltreppenquadranten oben rechts. (Foto: Courtesy of OMA)
Foto: Marco Cappelletti, Courtesy of OMA

Rem Koolhaas und Ellen van Loon sind die federführenden OMA-Partner bei diesem Projekt. Van Loon, die auch die Gestaltung eines neuen Ladens für das KaDeWe in Wien übernommen hat, sagte in einer Erklärung: „Die Renovierung des KaDeWe zielt darauf ab, die Dynamik zwischen dem Einzelhandelsraum, seinen Kunden und der städtischen Umgebung neu zu definieren [...]. Das Projekt interpretiert die grundlegenden Elemente einer Typologie neu, die seit mehr als 100 Jahren nahezu unverändert geblieben ist.“ Bis alle Teile des Gebäudes umgebaut und renoviert sind, wir es aber noch etwas dauern: Aktuell ist von einer Fertigstellung im Jahr 2023 die Rede.

Jeder Quadrant wird mit „unterschiedlichen architektonischen und kommerziellen Qualitäten“ sowie einzigartigen Kernen gestaltet. (Foto: Marco Cappelletti, Courtesy of OMA)
Der Rolltreppenkern im ersten Quadranten hebt sich mit seiner edlen Holzverkleidung deutlich von typischen Kaufhausrolltreppen ab. (Foto: Marco Cappelletti, Courtesy of OMA)

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