Informiert bleiben

Katinka Corts
19. März 2020
Foto: Alex Kim / Unsplash

Die einen haben sich ins Home-Office zurückgezogen, andere sitzen im Großraumbüro auf Abstand. Das Coronavirus verändert unsere Arbeitswelt und verunsichert Arbeitnehmer*innen. Wir haben Informationen für Sie zusammengestellt, die Ihnen im Alltag helfen sollen.

Das deutsche Bundesinnenministerium hat am 17. März zur weiteren Eindämmung der Infektionsgefahren durch das Corona-Virus weitreichende Einreisebeschränkungen an den deutschen Schengen-Außengrenzen angeordnet, die nun für 30 Tage gelten. Ausgangssperren sind bislang nicht verhängt, aber Angela Merkel appellierte gestern in einer so noch nie da gewesenen, bewegenden Ansprache an die Bevölkerung – zentraler Inhalt ist ihre eindringliche Bitte, sich an die Weisungen und Empfehlungen von Bund und RKI zu halten und damit die Ausbreitung des Virus' zu verlangsamen:   

„ [...] Es wird weltweit unter Hochdruck geforscht, aber noch gibt es weder eine Therapie gegen das Coronavirus noch einen Impfstoff. Solange das so ist, gibt es nur eines, und das ist die Richtschnur all unseren Handelns: die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sie über die Monate zu strecken und so Zeit zu gewinnen. Zeit, damit die Forschung ein Medikament und einen Impfstoff entwickeln kann. Aber vor allem auch Zeit, damit diejenigen, die erkranken, bestmöglich versorgt werden können. [...] 

Wir müssen das Risiko, dass der eine den anderen ansteckt, so begrenzen, wie wir nur können. [...] Alle staatlichen Maßnahmen gingen ins Leere, wenn wir nicht das wirksamste Mittel gegen die zu schnelle Ausbreitung des Virus einsetzen würden: Und das sind wir selbst. So wie unterschiedslos jeder von uns von dem Virus betroffen sein kann, so muss jetzt auch jede und jeder helfen. Zu allererst, indem wir ernst nehmen, worum es heute geht. Nicht in Panik verfallen, aber auch nicht einen Moment denken, auf ihn oder sie komme es doch nicht wirklich an. Niemand ist verzichtbar. Alle zählen, es braucht unser aller Anstrengung. Das ist, was eine Epidemie uns zeigt: wie verwundbar wir alle sind, wie abhängig von dem rücksichtsvollen Verhalten anderer, aber damit eben auch: wie wir durch gemeinsames Handeln uns schützen und gegenseitig stärken können. [...] “

(Auszug Rede A. Merkel, 18.3.2020)

Jeder, der es irgendwie einrichten kann, soll im Home-Office arbeiten. Soziale Kontakte müssen – obschon das sehr schwerfällt – gemieden werden, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen.

Auch für Architekt*innen ergeben sich daraus wirtschaftliche und rechtliche Fragen. Wo finden sich Informationen? 

  • Die Bundesregierung informiert regelmäßig auf eigenen Seiten zu rechtlichen und inhaltlichen Fragen, die sich mit der Corona-Pandemie ergeben. Mit dem Hackathon #WirvsVirus lanciert sie ein Projekt, zu dem Problemlöser*innen aus der Tech- und Kreativbranche, aber auch sozial engagierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Die Teilnahme ist über die Website wirvsvirushackathon.org und per Twitter unter @wirvsvirushack möglich.
     
  • Die Bundesagentur für Arbeit informiert zum neuen Kurzarbeitergeld.
     
  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fasst Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft zusammen und hat für Einzelfragen von Unternehmen eine spezielle Hotline für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus eingerichtet: Telefon: +49 30 18615 1515 (Mo–Fr 9:00 bis 17:00 Uhr)
     
  • Verhaltensempfehlungen sowie allgemeine Informationen über das neue Coronavirus sind auf der Website des Robert-Koch-Instituts zu finden, inklusive Pandemieplan.
     
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesarchitektenkammer-Geschäftsstellen in Berlin und Brüssel arbeiten mobil von zuhause aus. Die Erreichbarkeit über die BAK-Telefonnummern und E-Mail-Adressen ist selbstverständlich gewährleistet. Diese Maßnahme gilt zunächst bis zum 20. April.
     
  • Der Bundesverband der Freien Berufe e.V. hat für Freiberufler relevante Links zu Ämtern und Behörden zusammengestellt.
     
  • Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr können im Kampf gegen das Coronavirus unterstützen. Dazu rief Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Welt am Sonntag auf. Ehemalige Soldatinnen und Soldaten, die eine entsprechende medizinische Ausbildung haben und für den Dienst in Bundeswehrkrankenhäusern zur Verfügung stehen, beim Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr per Mail oder telefonisch melden (+49 261 8963 2444).
     

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie vor allem gesund. Allen Erkrankten wünschen wir eine rasche Genesung!

Vorgestelltes Projekt

Studio Libeskind

National Holocaust Monument

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