Im Reich der Märchen

 Katinka Corts
12. Dezember 2018
HexenHüttenTraumPaläste – Wie es sich im Märchen wohnt (Bild: videostill © posttheater.com)
Die Märchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm haben wohl (hoffentlich) jeden von uns in der Kindheit begleitet. Nun sind wir Architektinnen und Architekten und blicken anders auf die zauberhafte Welt. In einer Berliner Theater-Installation wird das Erleben diesen Winter ganz neu möglich.
Die Dornenhecke, hinter der das Schloss von Dornröschen verborgen war. Die sieben Betten der kleinen Zwerge, die irgendwie in das Häuschen reinpassten. Das Haus des Däumelings, der so winzig war, dass eine Nadel als Schwert reichte. Zu all diesen wundersamen Welten gehören Bauwerke, die sich ein/e jede/r von uns anders vorgestellt hat.

Hiroko Tanahashi und Max Schumacher haben sich mit den Grimmschen Gebäuden beschäftigt und ein Stück erdacht, das jeweils nur von zwölf Personen gleichzeitig erlebt werden kann. Geführt von einer Königin (Mareile Metzner), einem ernsten Narren (Erbil Ayalp) oder einem lebensfrohen Gevatter Tod (Patrick Khatami) geht es in und durch die multimediale Ausstellung, die die Räume in und unter dem ehemaligen Fernmeldeamt der DDR in der Berliner Klosterstraße bespielt (Trailer). Die Mischung aus Theaterstück und Installation ist von klein bis alt geeignet. Nach den Feiertagen sowie bis zum 6. Januar 2019 finden die Führungen zwischen 11 und 20 Uhr statt (Tickets).

Das Stationen-Drama ist nach dem Erfolgsstück „I in Wonderland“ die zweite Arbeit des post theater dieser Art. KünstlerInnen aus den Bereichen Illustration, Skulptur, Trickfilm, Roboterbau, Architektur, Musik und Theater wirken an diesem ungewöhnlichen Erlebnis mit.
Das Haus des Däumelings (Bild: © André Schmidt - MATTER Architektur & Städtebau)

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