Foto © Piet Niemann
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Nestlé, Neubau Prozessgebäude

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Jahr
2017
Bauherrschaft
Nestlé Deutschland AG

Architektonischer Impuls im Werksgelände:
Der Hamburger Standort der Nestlé AG ist ein Traditionsstandort. Die ältesten Gebäude wie z.B. der heutige Werksempfang, stammen aus den 1930er Jahren. Kontinuierliche Werkserweiterungen haben über die Jahre zu einer starken Erweiterung und Nachverdichtung mit unterschiedlichsten Baustrukturen geführt.
Der Neubau liegt an einer der wesentlichen, insbesondere von Besuchern genutzten Verkehrsachsen im Werk. Prägend sind hier Bauwerke in Ziegelbauweise.

Das neue Prozessgebäude dient der Vorbereitung für die Produktion von "Smarties" und bildet einen Anbau an die bestehende Produktionshalle aus den 1960er Jahren. Die im Inneren des Gebäudes ablaufenden Prozessschritte finden auf zwei Ebenen statt. Eine Befensterung ist im Wesentlichen für Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an den weitgehend autonom laufenden Produktionsanlagen notwendig. Ein neuer Pausenraum für die bestehende Produktion gehört ebenfalls zum Raumprogramm und ist mit Blick in eine Wegkreuzung der Hauptwege im Gebäudeumfeld angeordnet.

Architektonische Haltung für ein Prozessgebäude:
Die Gestaltung von Fassaden hat neben der Auswahl der geeigneten Materialität immer auch eine Hauptbeschäftigung in der Proportionierung der Flächen und der Ausbildung eines Reliefs, das die gewählte Fassadeneinteilung unterstützt.
In diesem Fall greift der Erdgeschosssockel die historische Ziegelbauweise im Werk auf. Vorspringende Ziegellagen schaffen ein markantes Fassadenrelief. Im gleichen Farbspektrum überragt die darüberliegende Sandwich-Fassade mit Wellprofilverkleidung das Bestandsgebäude. Als Übergang zu den anschließenden Technikbauten und Silos ist eine Teilfläche aluminiumfarben ausgebildet. Aus Systemfenstern der Sandwichfassade wurden Fensterbänder gebildet, die mit Rahmenprofilen die Fassade zusätzlich profilieren und rhythmisieren. Die Proportion der vertikal wechselnden Materialität von Ziegeln, Glas und Wellblech in der Fassade steigt vom Sockel bis zur Attika abwechselnd mit den Verhältniswerten von 1/1,5 und 1/2 von 1 m bis 3 m an. Ziel dieser Proportionierung ist die Betonung der Gebäudehöhe und Dominanz dieses kleinen Industriebaus.

Leistungen aib:
Objektplanung, Tragwerksplanung, Objektüberwachung

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