Energiecampus für Dortmund

Manuel Pestalozzi
6. de setembre 2022
Vertikalrotoren sollen die Gebäude des Energiecampus schmücken und elektrischen Strom produzieren. (Visualisierung: moka-studio)

Mit der Gründung der Zeche Hansa im Jahr 1855 begann in Huckarde das Industriezeitalter. Die in der 1920er-Jahren errichtete Kokerei Hansa ist heute ein Architektur- und Industriedenkmal in Dortmund. Das Quartier ist einer der drei Hauptstandorte der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027. Und mittendrin entsteht der Technologie-/Energiecampus. Im Mai 2021 wurde ein erstes Konzept dafür vom Sondervermögen Verpachtung Technologiezentrum Dortmund (SVTZ) vorgestellt. Zur weiteren Qualifizierung des Projektes hat die Verwaltung der Stadt Dortmund Anfang 2022 einen städtebaulichen Planungswettbewerb durchführen lassen. Der Campus soll innovative und zukunftsgerichtete Unternehmen, Start-Ups und Forschungsinstitute anlocken. Des Weiteren möchte man mit ihm ein Best Practice Beispiel für klimaneutrale Bauweise sowie einen CO2-freien Betrieb der gesamten Anlage realisieren.

Den Planungswettbewerb gewonnen haben asp Architekten aus Stuttgart. Bei der Stadt freut man sich, dass das Leitthema Energie im Siegerentwurf sehr gut berücksichtigt ist. „Das Siegerbüro schafft mit seinem Entwurf zum Energiecampus in direkter Nachbarschaft zur Kokerei Hansa eine gelungene funktionale und städtebauliche Brücke zwischen Historie und Zukunft“, lobte Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund, das Konzept. Sein städtebauliches Gerüst orientiert sich an der ortsbildprägenden Linearität der Kokerei Hansa, die sich in der Freiraumplanung der IGA 2027 fortsetzt. Geradlinig gesetzte Baukörper flankieren eine zentrale Werkstraße, auf der Flächen für Mobilität und Freiräume untergebracht sind. Als Herzstück des Areals fungiert ein Transferzentrum, das als Mischung aus Inkubatorspace, Fertigungshallen, Showkorridor und Freiraumdeck konzipiert ist.

Der neue Campus wird sich nördlich der historischen Kokerei entlang einer zentralen Achse erstrecken. (Visualisierung: asp Architekten)

Der Entwurf umfasst Konzepte zum Regenwassermanagement sowie zur Nutzung von Grauwasser und entwickelt ein robustes Netz an Grünräumen, das den Campus durchzieht und mit dem Landschaftspark der IGA 2027 verbindet. Dadurch entstehen differenzierte Freiräume wie grüne Fugen, Quartiersplätze, Wassertreppen, Rigolen, Gartenterrassen und durchgrünte Dachflächen, die gleichsam eine effiziente „blaugrüne Infrastruktur“ sowie die soziale Nachhaltigkeit fördern. Bei einer öffentlichen Ausstellung bis zum 11. September 2022 (Tag des offenen Denkmals) werden in der ehemaligen Waschkaue der Kokerei Hansa (Emscherallee 11, Dortmund) die Wettbewerbsbeiträge präsentiert. Übrigens findet auch die Dortmunder Eröffnungsveranstaltung des Tags des offenen Denkmals am 10. September ab 18:00 Uhr auf der Kokerei Hansa statt.

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