Vor der Befüllung des Hochregals. Die alle Teile des Geländes einfassende Hülle stellt nach innen eine Einheit her, fasst aber auch den Betrieb zu einer sich gegen die Umgebung behauptende Einheit zusammen.
Seit 1959 gibt es im Südwesten Münchens an der Drygalskialle einen Baustoffhandel; inzwischen bildet er den westlichen Abschluss eines Gewerbegebiets, an das sich jenseits einer vierspurigen Ausfallstraße ein Wohngebiet anschließt. Dieser Baustoffhandel sollte saniert und umstrukturiert werden, interne Abläufe und Erschließung waren aufeinander abzustimmen. Der bestehende Bürobau sollte erhalten, um eine Tiefgarage und einen Neubau für frostempfindliche Waren, Verkauf und Schulung ergänzt werden.
Blick von außen auf die Hülle aus Polycarbonatplatten. Es lässt sich noch schemenhaft erkennen, was sich hinter ihr verbirgt.
Aufgabe elegant gelöst: Die einzelnen Volumina werden von den Architekten so auf dem Grundstück zueinander in Beziehung gesetzt und mit einer umfassenden, die Grundstücksgrenzen nachzeichnenden Hülle aus semitransparenten Polycarbonatplatten eingefasst, dass sich das Gelände in Bereiche unterschiedlicher Öffentlichkeit differenziert. Saniertes Verwaltungsgebäude und der Neubau für Schulungs- und Verkauf bilden mit dem Lager einen Hof. Daran schließt sich das Lager an, das dem gestiegenen Platzbedarf nachkommend, als Hochregallager zu beiden Seiten der Anlieferungsstraße angeordnet wurde. Ein- und Ausfahrt werden voneinander getrennt. Die kompakte Lagerung verkürzt Stapelfahrten und Wege.
Blick vom Hof in die Anlieferungsstraße des Baustofflagers.
Der Neubau für Verkauf und Schulung ist eine Konstruktion aus Stahlbetonfertigteilen, sie ist, ebenso wie der sanierte Altbau und die an den Hof angrenzende Fassade des Lagers mit Aluminiumstreckmetall bekleidet. Die die Gebäude einschließende Hülle stellt sowohl auf dem Gelände wie von außen das heterogene Ensemble als Einheit dar, lässt aber auch noch ansatzweise erkennen, was sich dahinter verbirgt. Als Lärmschutz schirmt sie gegen das benachbarte Wohngebiet ab, als Träger des Firmennamens ist sie zudem ideale, weil angemessen zurückhaltende Werbefläche für diesen Betrieb. Aber auch innen findet das Materialkonzept eine mit der Funktion in Beziehung stehende Begründung: Die zurückhaltende Farbigkeit rückt die Produkte, die hier gelagert werden, in den Vordergrund; sie sollen in ihren Eigen- und Verpackungsfarben die Akzente setzen, seien es Holzpaletten, Steinplatten oder das rotbraun der Wasserrohre. Sie entwickeln im gefilterten, bläulichen Licht eine unvermutet noble Note.
Christian Holl
Christian Holl
Baustoffhandel Kraft
2008
Drygalskiallee 15
81477 München
Auftraggeber
Firma Kraft Baustoffe
Architektur
03 München
Architekten und Stadtplaner
München
Projektleiter
Michael Wimmer
Bauleitung
Stefan Schwarz
Michael Wimmer
Tragwerksplanung
Lieb, Obermüller & Partner
München
Haustechnik
Ingenieurbüro Konrad Huber
München
Bruttogeschossfläche
7.900 qm
Baukosten
9.500.000 Euro
Fotografie
Florian Holzherr
2008
Drygalskiallee 15
81477 München
Auftraggeber
Firma Kraft Baustoffe
Architektur
03 München
Architekten und Stadtplaner
München
Projektleiter
Michael Wimmer
Bauleitung
Stefan Schwarz
Michael Wimmer
Tragwerksplanung
Lieb, Obermüller & Partner
München
Haustechnik
Ingenieurbüro Konrad Huber
München
Bruttogeschossfläche
7.900 qm
Baukosten
9.500.000 Euro
Fotografie
Florian Holzherr










