Demenzzentrum Sattlertorstraße
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Landscape Architect
Harms Wulf Landschaftsarchitekten

Project
Demenzzentrum Sattlertorstraße
Forchheim / Deutschland
Description
Demenzzentrum Sattlertorstraße
Forchheim

Auftraggeber: Diakonie Neuendettelsau
Architektur: feddersenarchitekten
Lanschaftsarchitektur: Harms Wulf Landschaftsarchitekten
Planungsbeginn: 06. 2011


Auf dem fast einen Hektar großen Gelände eines ehemaligen Kindergartens entsteht ein weiteres Kompetenzzentrum der Diakonie Neuendettelsau in Forchheim. Die zukünftigen Bewohner werden in kleinen Wohnstrukturen mit jeweils zwölf Plätzen leben, darüber hinaus sind derzeit 28 seniorengerechte Wohnungen geplant.

Die Anlage liegt im Schnittwinkel zweier Straßen und fußläufig zum Ortszentrum von Forchheim. Den Eingang zum Seniorenzentrum markiert ein städtischer Vorplatz, flankiert von zwei Gebäuden, in deren Erdgeschoß zum Platz hin kleinere Läden entstehen: Diese Arztpraxen, Pflegedienstleister und Geschäfte sollen auch der Nahversorgung des angrenzenden Wohngebiets dienen

An den äußeren Seiten der beiden Gebäude entstehen Stellplätze für Fahrzeuge, so dass das hintere Zentrum des Grundstücks allein für die Pflegeeinrichtung zur Verfügung steht.

Deren Entree, ein gut überschaubarer Vorplatz, liegt im straßenabgewandten hinteren Winkel der Ladenzeile und führt zu den drei zweigeschossigen Wohnhäusern. Gläsern und transparent, sind sie durch offene und helle Übergänge und begrünte Höfe miteinander verbunden: einem Atriumhof in der westlichen Nische und einem geschützten Garten im nordöstlichen Winkel des Areals. So entsteht der Eindruck einer Überschneidung von innen und außen. Bemerkenswert an diesen Gartenhöfen ist ihre Eigenschaft als assistenzfreie Räume, d.h., aufgrund der geschützten Lage können sich die Bewohner hier jederzeit frei und unbeaufsichtigt bewegen.

Zudem können sie wählen zwischen Oasen des Rückzugs z.b. den in Hecken eingefügten Banktaschen oder den Terrassen als Orten der Geselligkeit. Schmuckpflanzungen, duftende Gewächse und die verschiedensten Materialien – auch auf den Gehwegen- wirken auf die Sinne der Bewohner und bieten zugleich Orientierung.

Die Wohngebäude sind umgeben von einem weiträumigen Park, der auch die Bewohner der angrenzenden Wohnhäuser und des nahen Ortes zu Spaziergängen einlädt. Ein solcher Stadtteilpark folgt dem Gedanken der Inclusion eben so wie die Ladenzeile am Eingang zum Seniorenzentrum.