Höllentalangerhütte

Lawinensicher und wetterfest im Höllental – Die 2962 Meter hohe Zugspitze ist ein beliebtes Reiseziel: Der Berg, international bekannt als „Top of Germany", lockt mit drei Gletschern, einem atemberaubenden 360º-Panorama-Blick auf die Alpengipfel in vier Ländern und zahlreichen Erlebnis- und Gastronomie-Angeboten. Der dreigeschossige, treppenartig gestufte Bau mit Pultdach grenzt an einen Hang an und ist optimal gegen mögliche Lawinenabgänge geschützt. Zudem konnte man die Kapazitäten der Betriebsräume und Sanitäranlagen an den aktuellen Bedarf anpassen. Die neue Berghütte bietet rund 100 Schlafplätze und funktionale Wasch-, Trocken- und Schuhräume.

Schnelle Errichtung in 1387 Metern Höhe – Die Wahl der Baustoffe wurde durch die rauen Rahmenbedingungen erheblich beeinflusst. Die statisch anspruchsvolle Rückwand am Bergmassiv, die Stütz- und Querwände wurden aus Stahlbeton errichtet. Für die Konstruktion des Sockelgeschosses bestellte man beim Fertigteilwerk Siegl kernisolierte Elementwände. Die in Wörth an der Isar gefertigten Wände haben eine besondere Oberflächenstruktur: ihre Matrizenschalung erinnert an einen Naturstein. Das Design wurde vom Architekten Stephan Zehl vorgegeben und bindet die Hütte harmonisch in die Umgebung am Bergmassiv ein. Als Baustoff für weitere Stockwerke wurde Holz gewählt, das ebenfalls für eine natürliche Wirkung der Hütte sorgt. „Zum Höllental führen nur Wanderwege, es gibt keine Straßenanbindung. Alles musste per Hubschrauber einzeln hochgeflogen werden, dabei spielten die Schnelligkeit und Transportkosten eine große Rolle. Holz ist leicht und lässt sich einfach transportieren. Auch die fertigen Elementwände waren in dieser Hinsicht äußerst praktisch. Sie erlaubten eine schnelle Fertigung ähnlich wie bei einem Kartenhaus – nur deutlich stabiler."



Effiziente Wärmedämmung – Neben einer schnellen und einfachen Bauweise sowie der daraus resultierenden Kosteneinsparung gegenüber Ortbeton bieten die vorgefertigten und nachträglich ausbetonierten Elementwände eine effiziente Wärmedämmung. Die kernisolierten Elementwände sind mit dem Verbindungselement und Abstandhalter Schöck Thermoanker versehen. Aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt, minimiert er Wärmebrücken und verbessert so die Wärmedämmeigenschaften der Betonwände. Die vorgefertigten Elementwände wurden vor Ort aufgebaut und mit Beton vergossen. Da sich Beton bei extremen Temperaturwechseln dehnt und zusammenzieht, spielt hier der Schöck Thermoanker eine sehr wichtige Rolle. Denn in den Bergen, wenn bei liegendem Schnee die Sonne scheint, kann der Temperaturunterschied zwischen der Luft und der Wandoberfläche bis zu 60º C betragen. Dank seiner geringen Wärmeleitfähigkeit und hohen Zugfestigkeit schützt der Schöck Thermoanker die Wände vor Rissen und Schäden.

Schöck Thermoanker – Schöck Thermoanker ist eine innovative Bewehrung aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Dank seiner sehr geringen Wärmeleitfähigkeit sorgt er bei kerngedämmten Sandwich- und Elementwänden für minimale Wärmebrücken und damit für eine hochwirksame Wärmedämmung. Als Abstandhalter und Zuganker in einem, ist der Schöck Thermoanker einbaufreundlich und zeitsparend bei der Fertigung von Wandkonstruktionen: er lässt sich einfach zuschneiden und in die vorgebohrte Dämmung eindrehen. Aufgrund seiner hohen Zugfestigkeit reicht, verglichen mit anderen Systemen, eine reduzierte Anzahl von Verankerungen pro m². Das Material ist stahlfrei, korrosionsresistent und erfüllt Brandschutz-Anforderungen nach dem EN-Standard in Abhängigkeit von der Tragschalendicke.

Der Schöck Thermoanker wird in zwei Ausführungen angeboten. Der Thermoanker TA-H mit abgeschrägten Enden ist für den Einsatz bei aufstehenden kerngedämmten Betonwänden. Der Thermoanker TA-D mit geraden Enden wird bei freihängenden Betonwänden in Verbindung mit dem Thermoanker TA-H diagonal eingesetzt. Die Glasfaserbewehrung ist bei jeder Art von Dämmmaterial einsetzbar. So lassen sich kerngedämmte Betonfertigteile in einer Größe von bis zu 6 x 12 m herstellen. Als wirtschaftliche und energieeffiziente Alternative zu herkömmlichen Edelstahl-Gitterträgern bietet der Schöck Thermoanker Fertigteilwerken und Architekten ein Bauprodukt mit Zukunft.
Ort
Höllental, 1387 m ü NHN
Grainau
Kompetenzen Schöck
Wärmedämmungssysteme
Schalldämmungssysteme

Eingesetzte Produkte
Schöck ComBAR Thermoanker H und D

Bauherr
Sektion München des Deutschen Alpenvereins e.V., München 

Architekten
Stephan Zehl, Homann.Zehl Architekten, München

Tragwerksplanung
Dipl. Ing. Ludwig Krumbachner, Ingenieurbüro für Baustatik, Dachau

Bauunternehmer
H. Nagelschneider GmbH & Co. KG, München

Tags
Hospitality, Hotels + Hostels + Guest Houses, Restaurants, Bars, Clubs