Parkhaus Am Rathaus
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Aussenansicht Eingang
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Innenansicht
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Blick ins Treppenhaus
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Parkbereich
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Innenansicht
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Parkbereich
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Innenansicht
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Baustelle
Architect
Scherr+Klimke AG

Project
Parkhaus Am Rathaus
Ulm / Deutschland, 2006
Description
Im Jahr 1994 beschloss die Stadt Ulm, die Neue Straße auf zwei Fahrspuren und zwei zusätzliche Busspuren rückzubauen. Weitere Diskussionen und Überlegungen, wie die Neue Straße zukünftig gestaltet werden soll, führten zu einem Architekten-Wettbewerb im Jahr 1998.
 
Der bisher vorliegende Wettbewerbsentwurf aus dem Jahre 1990 für eine Tiefgarage und ein Tunnelbauwerk konnte auf das neue Konzept des städtebaulichen Wettbewerbsentwurfes von 1998 nicht übertragen werden. So musste ein neues Konzept für eine Tiefgarage mit Option für einen Straßentunnel entwickelt werden. Der Leitgedanke für die Gestaltung der Tiefgarage ist „den Stadtraum in die Garage fortzuführen“. Die damalige Baustelle mit ihrer maximalen Ausdehnung von Ost nach West lag mit fast 600 m in der Innenstadt und tangierte historische Bausubstanzen im Untergrund. Dadurch war es notwendig, die Archäologen mit ihren Grabungsarbeiten im Bauablauf zu akzeptieren und sie in den Terminablaufplan einzubinden. Viele Bauabschnitte waren deshalb erforderlich, um die Aktivitäten der Archäologen und Bauunternehmen sowie den innerstädtischen Verkehr parallel abwickeln zu können. Das Parkhaus, eine 2-geschossige Tiefgarage, befindet sich in der Innenstadt unterhalb Neue Straße zwischen Frauenstraße und Münsterplatz. Die Zugänge befinden sich vor dem Rathaus und an der Kreuzung zur Frauenstraße. Der  Leitgedanke für die Gestaltung der Tiefgarage, „den Stadtraum in die Garage fortzuführen“, wurde in vollem Umfang umgesetzt. Knapp 600 Plätze bietet die Tiefgarage, doch nicht deswegen ist das Parkhaus interessant, sondern wegen des 'roten Teppichs', der den Parkern auffällig den Weg weist und vor allem wegen der Zeugnisse der archäologischen Ausgrabungen, die hier bei den Erdarbeiten zu Tage kamen. Sie sind musealer Bestandteil der Tiefgarage und zeigen im 2. Untergeschoss das sichergestellte Kellergeschoss eines Patrizierhauses aus der Stauferzeit. An der Stelle des Hauptzugangs der Tiefgarage symbolisieren die Steinquader aus dem 13. Jahrhundert das Eintauchen in die Geschichte. Besucher und Nutzer des Parkhauses sprechen oft vom schönsten Parkhaus Deutschlands und meinen damit das neue Parkhaus am Rathaus.
 
2006 erhielt das Parkhaus am Rathaus den deutschen Städtebaupreis, 2008 die Auszeichnung guter Bauten des Bundes deutscher Architekten und 2009 den  Hugo-Häring-Preis, die höchste Architekturauszeichnung im Land. Hauptargument bei der Beurteilung: Hier sei im Zentrum durch eine Tiefgarage Stadtraum erweitert worden.
 
Die Planung erfolgte durch die Scherr+Klimke AG für die Leistungsphasen §42, LPH 1-9, §49 LPH 1-6 in Kooperation mit dem Büro Hochstrasser. Das Büro Hochstrasser wurde beauftragt Teile der Objektplanung, die Erschließungsbauwerke der Garage, auszuführen.
Fotos
Duckek