Wohnen am Taxisgarten
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Architect
03 Architekten GmbH
Architekten BDA, Stadtplaner DASL

Project
Wohnen am Taxisgarten
München / Deutschland, 2010
Description
Das Wohnquartier rund um das Heilig-Geist-Spital am Dom-Pedro-Platz in München liegt an der Schnittstelle zwischen der geschlossenen, städtischen Struktur Neuhausens und dem offenen, grünen Stadtviertel Gerns, das sich vom Schloss Nymphenburg bis zum Olympiapark erstreckt.

„Wohnen am Taxisgarten“ basiert auf dem Bebauungsplan des Münchner Architekturbüros Fink + Jocher, der als Gegenüber zum historischen Gebäude des Stifts entlang der Hanebergstraße drei lotrecht zur Straße stehende Solitäre vorsieht. Vor dem Hintergrund des nördlich anschließenden Biotops und dem alten Baumbestand des Areals stehen die drei Baukörper eingebettet im Grün der Umgebung.

Vorgespannte Stahlbetondecken (Spannweiten von bis zu 10m) ermöglichen gänzlich auf tragende Wände innerhalb des individuellen, räumlichen Wohnkonzepts zu verzichten. Minimaler Festpunkt in jeder Wohnung bleibt der zentrale Versorgungsschacht, der verschiedenste Anschlüsse von Bädern und Küchen erlaubt. Der räumliche Luxus ist im Schnitt ablesbar. Mit unterschiedlichen Raumhöhen wird die Ausbildung hoher Wohnräume ermöglicht, die mit 3m Höhe über das im Geschoßwohnungsbau übliche Maß hinaus gehen. In der Stapelung und Verschränkung der einzelnen Geschosse ergibt sich ein zweiseitig orientiertes Split-Level-Haus mit wechselnd gespiegelten Wohnungsschnitten. Die geschwungene Form der Glasfassade generiert unterschiedlich tiefe Loggienräume.

Auf den Dächern befinden sich je Haus zwei große Penthouse-Wohnungen, die sich als Bungalows frei in der Fläche entfalten. Es entstehen repräsentative und private Terrassenbereiche unterschiedlichster Größe. Die verschiedenen Funktionsbereiche zeichnen sich außen als Volumen plastisch ab und werden durch variierende Höhen im Innern räumlich differenziert. Die räumlichen Konstellationen ermöglichen auch hier individuelle Wohnformen.

Der Entwurf verbindet sich, durch die Aufnahme traditioneller auf den Stadtraum wirkende Elemente (überhöhte Hauseingänge, Gebäudesockel sowie die Ausbildung einer repräsentativen Fassade zum kleinen Stadtplatz hin) mit dem stadträumlichen Kontext und schreibt die Atmosphäre der städtischen Umgebung fort. Anstelle privater Gärten liegen zwischen den Gebäudevolumen frei zugängliche Parkanlagen, die über eine dichte Bepflanzung den Charakter des angrenzenden Biotops bis zur Hanebergstraße fortführen.
Gutachten
1. Preis 2007

Bauherr
GEWOFAG

WE
54

Lph
1-5 + künstlerische Oberleitung

Team
Andreas Garkisch, Karin Schmid, Michael Wimmer, Arndt Jagenlauf, Melanie Jobst, Reinhard Unger
Landschaft: Keller Damm Roser

Auszeichnungen
„jung, schön und noch zu haben“ die besten Immobilien Münchens 2008
9. Baumeister Architekturquartett, Podiumsdiskussion zum Thema „Wohnen in München“
Architektouren Bayern 2011

Fotografie
Elmar Bambac