Topoi Engelsbrand
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Die Zufahrt auf der Sommersonnenwendachse führt in die Rampen und Böschungen der künstlich gefassten Landschaft. (Photo: Brigida González)
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Mit der "Villa Anseri" als romantischem Relikt zieht eine klassische Vergänglichkeit in den Garten ein, hinter der sich ein Gänsestall verbirgt. Der Zugang zum wilden Biotop führt durch die Falsifikationsschaukel, die als Hommage an Karl Popper ein archaisches Experiment mit dem eigenen Körper durchführt und unser Denken prüft. (Photo: Florian Stocker)
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Nordfassade mit Hauseingang: Die Wucht der Weite des Nordschwarzwaldes wird im präzisen Würfel gebündelt. (Photo: Brigida González)
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Ostfassade mit Blick auf Küche und Galerie (Photo: Brigida González)
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Blick auf Küche und Galerie: In der strengen Aussenhülle entfaltet sich der verspielte Innenraum. Lokale Materialien - wie Maulbronner Sandstein und Holz einer auf dem Gelände vom Blitz gefällten 200- jährigen Eiche - wurden für den Innenausbau verwendet. (Photo: Brigida González)
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Oberste Ebene mit Bad, Schlafraum und Panoramaterrasse (Photo: Brigida González)
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Umbau Wohnhaus "Panta Rhei": Steg entlang des Tatamimattenganges. Die Landschaft fließt mit dem Bachlauf durch das Gebäude. Schlafräume und Bäder werden durch die Glasbrücke von den Wohnräumen getrennt. (Photo: Dietmar Strauß)
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Umbau Wohnhaus "Panta Rhei": Das Ende des Steges. Das Ende des lang gestreckten Steges ragt in den Waldhorizont. (Photo: Dietmar Strauß)
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Konzept
Architect
Architekturbüro Stocker BDA

Project
Topoi Engelsbrand
Pforzheim / Deutschland, 2009
Description
Auf einem 92 Ar großem Grundstück entstehen 2 Wohnhäuser mit Landschaftsgarten, Pavillons und Schwimmbecken. Auf der exponierten Topografie in leichter Hanglage werden mittels bewohnter und unbewohnter Gebäude, sowie Gärten verschiedener Größe, klassische und unbekannte geometrische Topologien erkundet. Die ruhige Suche nach der „quinta essentia ", einer eleganten klassischen Form führt vom Tetraeder bis hin zur artifiziellen Landschaft. Eine klassische Form, die Ihre revolutionären Wurzeln nicht verleugnet und eine poetische Wissenschaft formuliert.

Der 2. Bauabschnitt ist ein Neubau als exakter überhöhter Hexaeder (Der Stoff sehnt sich der Form entgegen - Aristoteles). Die Sichtbetonaußenschalen mit regelmäßigen Schalungsankern formen den leicht überhöhten Würfel. Außen streng mit radikalen Rampen, Böschungen und eingeebneten Terrassen bildet der Baukörper den Start des Geländes. Die wilde Landschaft des Nordschwarzwaldes wird künstlich gefasst, um sich entlang der Sommersonnenwendachse über 250 m zum wilden Biotop zu befreien.

Im verspielten Innenraum wechseln sich niedrige Geschosshöhen mit großen Lufträumen über zwei Geschosse ab. Persönliche kleinteilige Ausbauten, z.B. ein Arbeitsplatz in der begehbaren Bibliothek, eine integrierte Sitzbank bei der Kaminecke oder eine Sitznische in der Wand des Bades, schaffen Rückzugsräume in dem alle Geschosse durchdringenden Raumkontinuum, bis hin zu einem dunklen Tatamimattenraum mit meditativem Charakter. Es wurden umfangreiche Schreinerarbeiten als integraler Bestandteil des Gebäudes ausgeführt. Treppenläufe, gewendelt und gerade, führen in einer weichen, runden Choreografie aus dem Garagengeschoss bis zu den Aussichtsterrassen auf den oberen Ebenen. Der Besucher durchquert dabei die hellen, mit großen 2-geschossigen Minimalfenstern und Gebäude hohen Lichtschlitzen belichteten Räumen. Holz der 200-jährigen vom Blitzschlag vor Ort gefällten Eiche, lokaler Maulbronner Sandstein sowie weitere lokal gewonnene Materialien wurden beim Ausbau verwendet. Tages- und Kunstlichtführung inszenieren Außen- und Innenraum.
Aufgabe
2 Häuser und Landschaftsgarten bei Pforzheim

Jahr
2007-2009

Wohnfläche
Wohnhaus Hexaeder 220 qm

Grundstücksfläche
9.800 qm