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Universitätsklinikum Leipzig
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Ansicht Universitätsklinikum Leipzig
Boulevard
Zentrum für operative Medizin
Blick in die Halle des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin
Halle des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin
Halle des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin
Halle des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin
Wartebereich
Detail
Universitätsklinikum Leipzig
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Masterplan
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Architect
woernerundpartner planungsgesellschaftmbh Frankfurt | Dresden | München | Hamburg Project
Universitätsklinikum Leipzig
Leipzig / Deutschland, 2009 Description
Mitten in der Leipziger Innenstadt wurde innerhalb von fünf Jahren das Universitätsklinikum durch zwei neue Klinikzentren und ein Verwaltungszentrum komplettiert. Die Wettbewerbsaufgabe aus dem Jahr 2003 barg somit auch einen städtebaulichen Auftrag und es bestand die seltene Chance, einem ganzen Straßenzug ein neues Gesicht zu geben.Dem Bestand fehlte das Zentrum und ein öffentlicher Raum, der der Bedeutung des Klinikums innerhalb der Stadt angemessen gewesen wäre. Um dem universitären Ensemble eine neue Identität zu geben, war deshalb die Ausgestaltung einer Mitte, sowie die Idee, die Straße zum Campus werden zu lassen, maßgeblich. Heute besitzt das Universitätsklinikum einen großzügigen, innerstädtischen Raum und mit dem revitalisierten historischen Gebäude der „Alten Chirurgie“, als Eingang des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin, auch eine neue Seele. Wie Perlen an einer Kette reihen sich die vier- bis fünfgeschossigen Neubauten mit ihren städtischen Fassaden aneinander. 42.000m2 Nutzfläche sind so in zwei direkt ineinander greifenden Bauabschnitten entstanden. Die ehemals gesichtslose Liebigstraße wurde zur verkehrsberuhigten Zone – zum innerstädtischen Gesundheitsboulevard für gesunde und therapiebedürftige Menschen. Städtische, horizontal gegliederte Fassaden prägen den neuen Straßenzug. Wenig Glas, dafür ein ausgewogenes Verhältnis zwischen geschlossenen und offenen Fassadenflächen, die einfach, aber wirkungsvoll helfen, die sommerliche Überhitzung der Patientenzimmer zu vermeiden und Klimaanlagen überflüssig machen. Auch auf die Betriebskosten wirkt sich die Fassadengestaltung günstig aus. Die helle, dreigeschossige Halle des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin ist heute der emotionale Mittelpunkt der Anlage – gleichermaßen Trennung und Verbindung beider Kliniken. Hier wohnt Lurch: Spielplatz, Seelentröster und Maskottchen am Klinikum. Eine fröhliche, große Echse, die geduldig mitten in der Halle auf die Kinder wartet. Ein prämiertes Farbkonzept stiftet innen wie außen Identität. Leuchtende, kräftige Farbtöne dominieren in den Patientenzonen – Limettengrün, Sonnengelb, Ziegelrot – und setzen Akzente an besonderen Bereichen, wie den Wartezonen, den Eingangshallen und Schwesternstützpunkten. Weniger offensichtlich ist die innovative Betriebsorganisation: Um ein wirtschaftliches Betreiben des Hauses zu sichern, wurde unter anderem ein Pflegestationstypus entwickelt, dessen Größe durch eine flexible Zuordnung von Patientenzimmern jederzeit ohne bauliche Eingriffe verändert und an den jeweiligen Belegungsgrad angepasst werden kann. Die neue funktionale Mitte des Klinik-Ensembles befindet sich in der Eingangshalle des Zentrums für Konservative Medizin, hier gruppieren sich Konferenzsaal, die Cafeteria und künstlerisch ausgestaltete Ruhezonen, wo Menschen ohne Unbehagen und Angst warten können, ermutigt durch die auffälligen Bilder von Michael Fischer-Artstaunen, lachen, nachdenken und kommunizieren. Die Wettbewerbsaufgabe aus dem Jahr 2003 forderte eine einwandfreie städtebauliche Einbindung der denkmalgeschützten alten Chirurgie, deren Hülle heute als atmosphärisches Entree der beiden neu erbauten Zentren genutzt wird. Das Zentrum für Frauen- und Kindermedizin ist seit 2007 in Betrieb, das Zentrum für Konservative Medizin folgte im Februar 2009. Der Neubau des Zentrum für Frauen- und Kindermedizin beinhaltet 234 Betten, davon 52 im Intensiv- bzw. Intermediate Care Bereich, 4 Operationssäle (2 gynäkologische, 2 Kindermedizin), 3 ambulante Operationssäle, 1 Sectiosaal, 1 MRT Diagnostische Radiologie. Weitere Untersuchungs- und Behandlungsbereiche, integrierte Kliniken und Funktionen sind die Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie, Psychiatrisches Zentrum für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, Interdisziplinäre Tagesklinik, Physio- und Ergotherapie, Neurologie, Endoskopie, Kognitive Neurologie, Physio- und Ergotherapie, Nuklearmedizinische Diagnostik, Zentrale Arzneimittelversorgung, Dialyse, Speisenversorgungszentrum mit Cook an Chill-Service, ein Haus- und Medizintechnikservicezentrum und viele mehr. Der Neubau des Zentrums für Konservative Medizin beinhaltet 276 Betten, davon 228 Allgemeinpflege, 48 Intensiv- bzw. Intermediate Care Pflege, 2 LHK und 1 MRT, eine Apotheke und zahlreiche weitere integrierte Kliniken bzw. Funktionen. Unter diesen befindet sich auch ein Reinraumbereich zur Herstellung von Arzneimitteln unter GMP-Bedingungen - mit einer Nutzfläche von 240 m², sowie ein GMP-Labor für die Nuklearmedizin mit 75 m² Nutzfläche zur Herstellung von Radiopharmaka, ebenfalls unter Reinraumbedingungen. Das Zentrum für Konservative Medizin beherbergt außerdem ca. 4.000 m² Verwaltungsflächen für das gesamte Klinikgelände. Der Gesamtauftrag beinhaltete zudem die Erweiterungs- und Umbaumaßnahme der Interdisziplinären Notaufnahme mit ambulantem OP. Aufgabe
Neubau des Zentrums für Frauen- und Kindermedizin und des Zentrums für Konservative Medizin, sowie Neuentwicklung einer Interdisziplinären Notaufnahme und städtebaulichen Neustrukturierung des Klinikums
Wettbewerb 2003 1. Preis Auftraggeber/Bauherr Universitätsklinikum Leipzig AöR Liebigstraße 20, 04103 Leipzig, Ansprechpartner: Herr Dipl.-Ing. Matthias Müller, Bau-Projektentwicklung, Telefon 0341-971-4214 Objektplanung woernerundpartner Medizintechnik ArGe IMV mit woernerundpartner Leistungsphasen 1-9 Kennzahlen gesamt Betten: 510 / NF: 42.300 m² / BGF: 84.840 m² / BRI 344.400 ZFK Betten: 234 / NF: 15.300 m² / BGF: 31.500 m² / BRI 130.700 / Baukosten 61 Mio. € ZKM Betten: 276 / NF: 26.700 m² / BGF: 52.300 m² / BRI 213.700 / Baukosten 105 Mio. € Notfallaufnahme NF: 300 m² / BGF: 1.040 m² / BRI: 4.710 m³ / Baukosten 1.5 Mio. € Gesamtbaukosten KG 200 – 700 167,5 Mio. € / Medizintechnik: 24 Mio. € Planungsbeginn 09.2003 Bauausführung ZFK 01.2005 – 08.2007 Bauausführung ZKM 01.2006 - 02.2009 Fotografie Stafan Straube |