Bahnhofsvorplatz und Domtreppen
schaller_D1.1.jpg
Dom mit Bahnhofvorplatz
 
schaller_D1.2.jpg
Die alte Treppe zum Dom
 
schaller_D1.3.jpg
Blick über die Treppe nach Westen
 
schaller_D1.4.jpg
Bahnhofvorplatz vom Dom aus
 
schaller_D1.5.jpg
Treppe vor Dom
 
schaller_D1.6.jpg
Bistro im Ostkopf
 
Architect
Schaller/ Theodor
Architekten BDA

Project
Bahnhofsvorplatz und Domtreppen
Köln / Deutschland, 2006
Description
Die Lösung der 70er Jahre litt darunter, beides, repräsentativer Aufgang zum Dom und komplexes Verkehrsbauwerk sein zu müssen. Für die heutige Treppenlösung, die auf unserem Wettbewerbsbeitrag von 1998 fußt, musste eine Tunnelröhre entfallen. Dadurch konnte die Treppe auf die Mittelwand zurückgenommen und der Raum gewonnen werden, der es erlaubte, eine durchgehende Stufenanlage in drei Absätzen vom Bahnhofsvorplatz auf das Niveau von Dom und Innenstadt hochzuführen.

Die Treppe vorrangig auf das Nordportal des Doms auszurichten, scheitert an der Form des Platzes. Die Treppe als Fortführung des Platzes in seiner ganzen Breite ist Schwelle zur Innenstadt. Versuchten die 70er der Vielgliedrigkeit des Domes adäquat zu antworten, so hat uns die Vorstellung geleitet, dem monumentalen Gebäude Raum zum Atmen geben zu müssen.

Die Platzfläche ist freigeräumt, einheitlich mit Granit ausgelegt, gefasst von großen Beleuchtungsstelen. Alles muss sich der einfachen räumlichen Geste unterordnen.

Mit Messing und Bronze für die ganz reduzierten Handläufe und abschirmenden Lamellen an Ost- und Westkopf wird der Materialkanon der Schatzkammer aufgenommen. Die Handläufe sind so gesetzt, dass sie der Treppe ihre Großzügigkeit belassen. Die Beleuchtung der Treppe und ihrer Seitenbereiche ist in die Wandflächen und Handläufe integriert.
Mit dem Rückbau der Platte wurden die Seitenbereiche abgerissen, die Domplatte und Bahnhof im Bereich des alten Wartesaals miteinander verknüpft hatten. An Stelle der besonders unwirtlichen Situation unter der Platte entstand vor dem "Alten Wartesaal" eine offene, gestufte Platzanlage mit einem geschützten Bereich für die Außengastronomie mit Blick auf den Domchor.

Es erschien uns reizvoll, die statische Ruhe von Platz und Treppe an dieser Engstelle zwischen Dom und Bahnhof in eine fließende Linienführung zu überführen, um das Gefälle zu inszenieren.
Bauherr
Stadt Köln

Lichtplanung
Kress&Adams Atelier für Tages- und Kunstlichtplanung

Bauzeit
03.2004 - 03.2006

Baukosten
6.500.000 Euro (KG 200-500, netto)

Fotograf
Tomas Riehle

Auszeichnung
Anerkennung Deutscher Architekturpreis