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Herz- und Diabeteszentrum, Neubau
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Blick auf den Besuchereingang (Photo: Gert v. Bassewitz)
Blick von der Klinikzufahrt (Photo: Gert v. Bassewitz)
Eingangshalle (Photo: Gert v. Bassewitz)
Innenhof und Lageplan rechterhand
(Photo: Gert v. Bassewitz)
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Architect
ALEX GUTH Freier Architekt BDA Project
Herz- und Diabeteszentrum, Neubau
Karlsburg / Deutschland, 1998 Description
"Nach Karlsburg kommt man als Wessi nicht so ohne weiteres. Zwischen Anklam und Greifswald gelegen, befindet man sich schon fast an der polnischen Grenze. Das Schloss des früheren Herzogs zählt zu den bedeutenden Barockbauten des Landes, der Park dazu wurde nach Plänen Joseph Peter Lennés eingerichtet. Hier gab es schon zu Zeiten der DDR das "Zentralinstitut Diabetesforschung". Der Bettenbedarfsplan nach der Wende sieht den Erhalt und Ausbau der Anlage auch als Universitätsklinik der Universität Greifswald vor. Das gesamte Areal ist von den Architekten in den letzten Jahren behutsam neu geordnet worden; vor allem wurde ihm ein Masterplan implantiert, der die gesamte Anlage wohltuend beruhigt. Die bisher frei im Park stehenden Gebäude wurden teilweise abgerissen, teilweise saniert und mit Hilfe eines Neubaus (diabetische Kinderklinik) so auf das Schloss mit seiner Fußweg-Achse und dem zweigeteilten Teich vor dem Eingang ausgerichtet, dass nicht nur eine pointierte Eingangssituation aus dem Neubau und der (alten) Cafeteria entsteht, sondern auch noch der Park als auf des Schloss bezogene Umgebung wieder zu erkennen ist. Das Areal ist weitläufig bebaut und strahlt die Ruhe aus, die der Gegend entspricht. Die Altbauten, behutsam im Inneren hergerichtet, außen weiß gestrichen, bereiten auf den Neubau vor. Der ist - wie auch der Erweiterungsbau der Herzchirurgie - kein großer Krankenhausbau, wie man ihn in Hamburg gewohnt wäre; gerade mal 205 Betten können insgesamt untergebracht werden. Auch der neue Bau für kranke Kinder hat nur 16 Patientenzimmer, dazu eine Reihe von Wohnräumen für betreuende Eltern und die Diensträume des Personals. Dieses bescheidene Raumprogramm ist einfach organisiert, zweigeschossig, die Räume umschließen einen Innenhof, um den der Erschließungsflur verläuft, der zum Hof hin verglast ist. Über allem schwebt ein durch eine Fuge vom Baukörper abgesetztes Flugdach auf dem hölzernen, nach innen leicht geneigten Dachstuhl. Die schmale Dachkante erinnert ein wenig an entsprechende Flugdächer der fünfziger Jahre. Was damals als Aufschwung in eine bessere Zukunft gelesen wurde, was Leichtigkeit und Loslösung vom Boden zeigte, das mag hier ebenfalls gelten; so unterschiedlich sind die Zeiten, vom Osten aus betrachtet, nicht. Architektonischen Eindruck macht die Eingangshalle der Pädiatrie , die übereck zwei Geschosse hoch verglast ist und im Inneren den Bau auf Anhieb erklärt. Da sie an der Eingangspforte zum gesamten Gelände liegt, wirkt sie gleichzeitig als großformatiges Signal nach außen, im Zusammenspiel mit dem Mensabau fast wie ein Torpfeiler; hier gilt ein anderer Maßstab. Das alles ist sehr genau gearbeitet, sowohl gedanklich wie auch handwerklich; da stimmt jedes Detail, nichts trumpft auf; alles erweckt den Eindruck: Es ist neu, es bringt eine Verbesserung der Situation, es will nicht überwältigen. In kurzer Zeit wird dieser Bau selbstverständlich sein. Ich halte das für ein Kompliment." Gert Kähler - Architektur in Hamburg Jahrbuch 1999 Aufgabe
Neubau Diabetes Pädiatrie
Bauherr Klinikgruppe Dr. Guth GmbH & Co.KG Hamburg Architektur Alex Guth BGF 2.700 qm Baukosten brutto 4.300.000 € Fertigstellung 1998 Standort Greifswalder Straße 11a Karlsburg |