Neubau des zentralen Institutsgebäudes in Geisenheim

Aus den gestellten Anforderungen an das kombinierte Labor- und Bürogebäude entwickelte sich der Entwurf eines zweigeschossigen langgestreckten Baukörpers mit Teilunterkellerung. Mehrere Einschnitte in den 120m langen Baukörper schaffen Raum für Innenhöfe und für Durchfahrten als Verbindung der Verkehrswege des Campus. Die Hanglängslage des Gebäudes ermöglicht durch die Teilunterkellerung am Hangfuß eine wirtschaftlich effiziente Lösung zur Erfüllung des Raumprogramms. Das als Massivbau konzipierte Gebäude besteht aus einem Tragsystem von Stahlbetondecken die in der Regel einsinnig von den tragenden Fassadenbrüstungen über eine Reihe von Laborschächten auf Innenwände oder die Fassaden der Innenhöfe spannen.

Die Überbauung des Haupteingangs soll auf 12,2m/10,6m stützenfrei bleiben, so dass hier Innenwände mit Türöffnungen als wandartiger Träger ausgebildet werden. Innenhöfe und Durchfahrten verursachen Steifigkeitssprünge in Gebäudelängsrichtung, die unter Zwangsspannungen zur Rissbildung führen können. Dehnfugen werden deshalbmit deckengleichen Auflagerkonstruktionen vorgesehen, die das Gebäude in etwa gleiche Abschnitte unterteilen und jeweils gegen Wind und seismische Einwirkung selbstaussteifend ausgebildet sind. Ein Teil eines fünfgeschossigen Gebäudes grenzt unmittelbar an den unterkellerten Teil des Neubaus an, so dass Stützen unterfangen wurden. Im Obergeschoss werden die beiden Gebäude über eine Brücke miteinander verbunden.
Ingenieur
EiSat GmbH
Ort
Geisenheim
Jahr der Fertigstellung
2008
Bauherr
Land Hessen, vertreten durch das Hessische Baumanagement

Architekt
Staab Architekten BDA

Leistungsumfang
§ 64, Lph 2–4 | § 78 Lph 1-4

Planungszeit
2004 - 2005

Bauzeit
2005 - 2008