Zentrale des Bundesnachrichtendienstes

Auf einem ca. 10 ha großen Ge­lände in Berlin-Mitte wurde ein Neu­bau von ca. 260.000 qm BGF für rund 4.000 Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes er­richtet. Hierfür sollte ein der städtebaulichen Lage und dem Anspruch des Bundesnachrichten­dienstes angemessenes Konzept gefunden werden. Den funktional sehr komplexen Baukörper mit seiner gigantischen Baumasse unter Berücksichtigung der besonderen Sicherheitsanfor­derungen auf dem Grundstück an der Chausseestraße einzufügen und dabei den Maßstab der Stadt und des Ortes zu respektieren und auf diesen einzugehen, stellt die besondere Herausforderung die­ser Aufgabe dar. Hoher Wert wird darauf gelegt, dem Projekt mittels einer durch-gängigen Gestaltung aller Bautei­le eine eigene Identität zu verlei­hen. Die Torhäuser sind im Erdgeschoss über Brücken mit dem Hauptgebäude verbunden und nehmen die Eingangsbereiche sowie Sonderfunktionen auf. Zwischen den Torhäusern entwickelt sich eine repräsentative Vorfahrt von der Chausseestraße zum Hauptgebäude. Die Komposition der Fassade beruht auf der stringenten Einhaltung eines konstanten Rhythmus. Durch minimale Variationen im Material und in dessen Zuschnitt changieren die Ansichten zwischen den einzelnen Flügeln. Der innere Aufbau des Komplexes, Erschließung, funktionelle Zuordnung der Räume und die Organisation der Raumeinheiten selbst sind klar und einfach.
Ort
Chausseestraße
Berlin
Jahr der Fertigstellung
2016
Architekt
Jan Kleihues

Bauherr
Bundesrepublik Deutschland  

Planungsleistung
Lph. 1-9

Nutzung
Verwaltung  

Wettbewerb
2004 (WB, 1.Preis)

Realisierung
2006 bis 2016

BGF
260.000 m2

Baukosten
1.045 Mio. € (Realisierung des Gesamtkomplexes, inkl. Nord- und Südbebauung)